Retro Classic

Traumhafte Automobil-Legenden aus allen Ecken der Welt gepaart mit klassischer Eleganz erwarten die Liebhaber von schönen Kurven und heißen Motoren in Stuttgart auf Europas größte Oldtimermesse vom 2. bis 5. März 2017. 

Starten Sie Ihre Oldtimer-Saison auf dem zentralen Treffpunkt für Fahrkultur und Lifestyle und entdecken Sie ein opulentes Oldtimer-Treffen der schönsten Art. Mit am Start: NEO CLASSICS, Youngtimer, US-Cars, Shows und interessante Zeitzeugen.

Sonderschau „Passione Italiana – – wo alles italienisch“

Die Kunst, die Küche, das Design, der schöne Gesang, die Mode und die vielen Reize des Mittelmeers lassen sofort an Italien denken. Wenn dann noch Namen wie Ferrari, Maserati, Stanguellini und Rennwagen ins Spiel kommen, wird das Gefühl der Freude für das Made in Italy allumfassend. Denn italienische Autos haben faszinierenden Formen, dynamische Motoren und viel Charisma und bringen somit die Herzen zum Schmelzen.

Bei einer Sonderausstellung im Foyer (Eingang Ost / Atrium) werden italienische Raritäten, die man sich nicht entgehen lassen sollte, präsentiert. Ausgestellt werden Gegenstände aus der Sammlung vom Umberto Panini Motor Museum und das Museum Stanguellini aus Modena. Zu Paninis Fahrzeugen gehören unter anderem der Maserati A6GCS 53 Berlinetta von Pinin Farina und jeweils ein Maserati Tipo 61 und Tipo 63. Des Weiteren werden einige Modelle des italienischen Rennwagenherstellers Stanguellini gezeigt, der wie Maserati und Panini ebenfalls aus der Gegens um Modena entsprungen ist.

Eien Ausblick auf die „Passione Italiana“ zeigt in Halle C2 ein großer Pavillon mit italienischen Auto- und Motorrad-Oldtimerhändler, Restauratoren, Automobilia, Handwerkermeister, Geschmack und Stil. Das Beste aus der italienischen Automobilhistorik wurde organisiert in Zusammenarbeit mit Firma Vision Up aus Modena.

http://www.retro-classics.de 

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Rückblick 2016

Auf der Retro Classics 2016, Europas größter Oldtimermesse, wurde vom 17. bis 20. März 2016 in Stuttgart durch besondere Fahrzeuge des RetroClassicCultur  und des Allgemeinen Schnauferl Club ASC  ein Stück Automobilgeschichte wieder zum Leben erweckt.

Die ältesten Fahrzeuge der RETRO CLASSICS 2016 präsentierte der RetroClassicCultur e.V.  Fünf wunderbare Fahrzeuge luden zu einer eindrucksvollen Zeitreise durch die ersten 25 Jahre der Automobilgeschichte ein, darunter ein aufsehenerregendes Modell T der Marke Ford und zwei außergewöhnliche Fabrikate der Marken Rover und Wolsley.

Der Wahrung des besonderen Lebensgefühls für Oldtimer hatte sich auch der ASC e.V. verschrieben. Messingfahrzeuge aus den Anfangszeiten des Automobils, wie ein historisches Peugeot Modell 26 von 1899 oder ein Oldsmobil Curved Dash von 1903 schmückten den Stand des ASC e.V. Ein beeindruckender Leon Buat Modell Phaeton von 1903 oder ein wunderschöner Porsche Carrera 3,2 4×4 waren nur einige der automobilen Kostbarkeiten, mit denen der ASC e.V. und Präsident Brodbeck die Besucher in ihren Bann zog.

Beim Preview Day am Donnerstag öffneten sich die Hallen bereits ab 11.00 Uhr speziell für Journalisten und Besucher, welche die kostbaren Ausstellungsstücke in Ruhe bewundern wollten. Am selben Tag wurdein Halle 1 von 19 bis 22 Uhr die Allianz Retro Night gefeiert.

Rückblick 2015

Die Retro Classic fand vom 26. bis 29. März 2015 auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Beim Preview-Day öffnten sich die Hallen bereits ab 13.00 Uhr speziell für Besucher, die die kostbaren Ausstellungsstücke in Ruhe bewundern möchten. Am selben Tag wurde in Halle 1 von 19 bis 22 Uhr die ALLIANZ RETRO NIGHT gefeiert.

Die Retro Classic ist nicht nur die größte Oldtimermesse Europas, sondern längst auch eine international bedeutende Plattform für das Kulturgut Automobil. Erstmals bot der „Marktplatz der Museen“ (Halle 8) einen Querschnitt durch die Geschichte der motorisierten Fortbewegung.

Dort waren das August Horch Museum, das Oldtimermuseum Meßkirch, das Frey Automuseum, das Zündapp Museum und die THW Historische Sammlung vertreten. Als lebendiges Kulturgut war das Automobil freilich über die Museen hinaus auf der Straße präsent: Viele Fahrzeuge werden regelmäßig bewegt. Aber was tun, wenn Reparaturen fällig werden?

Damit auch in Zukunft das notwendige Know-how zur Verfügung steht, hat die Innung des Kraftfahrzeuggewerbes Region Stuttgart ein vom Verein RetroClassicCultur unterstütztes Projekt ins Leben gerufen, das ebenfalls im Rahmen des Marktplatzes vorgestellt wurde: „Der Stuttgarter Weg – wir können Oldtimer“.

Damit wollte man an zwei einander ergänzenden Punkten ansetzen, erklärte Innungs-Geschäftsführer Christian Reher. „Zum Einen zertifizieren wir Kfz-Meisterbetriebe nach bestimmten Kriterien, zum Anderen läuft seit vergangenem Herbst in Kooperation mit den Berufsfachschulen Ludwigsburg und Backnang ein Pilotprojekt, das sich ganz gezielt an den Nachwuchs und die Ausbildungsbetriebe richtet. Wer heute an diesen Standorten den Beruf des Mechatronikers lernt, kann im Rahmen der Zusatzqualifikation Oldtimer/Youngtimer spezielle Kenntnisse über ältere Fahrzeuge erwerben und dazu auch eine Prüfung ablegen.

Gerade Youngtimer seien „heute, morgen und übermorgen noch auf der Straße, und es gilt sie zu warten“, sagte Reher. „Viele wissen aber gar nicht mehr, wie beispielsweise ein alter Anlasser funktioniert. Dieses Wissen wollen wir erhalten und an die junge Generation weitergeben. Vom Messeauftritt auf der RETRO CLASSICS erhoffen wir uns, dass mehr Azubis und Betriebe unser Angebot nutzen – und der Kunde ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass es zertifizierte Fachbetriebe gibt.“

http://www.kfz-innung-stuttgart.de

Im Rahmen des Marktplatzes präsentierte sich zudem das vom RCC e.V. unterstützte Gemeinschaftsprojekt „Der Stuttgarter Weg – wir können Oldtimer“ von Berufsschulen, der KFZ-Innung Stuttgart und Förderern des historischen Automobils.

Sie werden liebevoll als „Schnauzenbusse“ bezeichnet: historische Omnibusse mit einem Vorbau für den Motor, auch Normallenker oder Hauber genannt. Der große Vorzug dieser Bauart war die gute Zugänglichkeit des Motors. Bis in die sechziger Jahre gehörten die gemütlichen Riesen zum Alltag auf europäischen Straßen, dann wurden sie nach und nach von den so genannten Frontlenkern verdrängt, Fahrzeugen, bei denen das Führerhaus über der Motoreinheit sitzt.

In der Sonderschau „Schnauzenbusse um das Jahr 1950“ lässt die Europäische Interessengemeinschaft für historische Omnibusse diese Ära wieder lebendig werden. Unter den Exponaten befindet sich auch ein Mercedes-Benz O 3500, der erste neu entwickelte Mercedes-Omnibus nach dem Krieg. Das Modell war bald in den verschiedensten Ausführungen als Reise- oder Stadtlinienbus erhältlich und wurde mit über 6.000 verkauften Exemplaren zum erfolgreichsten Omnibus seiner Zeit.

Es gibt etwas, das die Waschmaschinenmarke Zanker, den Motorsägenspezialisten Stihl und den Systemlieferanten Allgaier verbindet – sie alle haben einmal Traktoren gebaut. Mit der Sonderschau „Traktoren aus Baden-Württemberg“ würdigen die Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg den Unternehmergeist und die Innovationskraft des südwestdeutschen Traktorenbaus.

Seit dem 19. Jahrhundert gingen von Südwestdeutschland wichtige technische Impulse für die Motorisierung der Landwirtschaft aus, angefangen bei den „Lokomobilen“ der Mannheimer Heinrich Lanz AG über die Diesel-Motoren von Daimler-Benz bis hin zum „Universalmotorgerät“ der Gebrüder Boehringer aus Göppingen – dem Unimog. Nicht allen Herstellern gelang jedoch der Versuch, im Landwirtschaftsboom der Nachkriegsjahre mitzumischen.

Oft verließen nur wenige Exemplare die Werkshallen, bevor man – wie Zanker mit dem M1 – dem Traktorenbau wieder den Rücken kehrte. Neben „bekannten Größen“ sind in der Ausstellung auch Exoten wie Kleinland oder Unitrak zu sehen. Zu den Schmuckstücken gehören ein Ensinger aus dem Jahre 1948 und ein seltener Sülfgau von 1955.

Im Jahre 1926 gründete Ulrich Maisch in Pfäffingen bei Tübingen das Familienunternehmen Maico. Anfangs baute man Fahrräder und Zubehör, von 1931 an auch leichte Motorräder. Das „goldene Zeitalter“ der schwäbischen Marke begann jedoch erst nach dem zweiten Weltkrieg. Fahrzeuge aus dieser Zeit bilden den Schwerpunkt der Maico-Sonderschau des Allgemeinen Motorradsport-Clubs Leonberg, bei welcher außergewöhnliche Motorräder wie die Maico „Blizzard“, der vollverkleidete Motorroller „Maico-Mobil“ und das Spitzenmodell „Taifun“ zu sehen sind, eine Zweizylinder 2-Takt-Maschine mit 400ccm Hubraum und 22,5 PS.

Ab Mitte der Sechziger feierte Maico mit seinen legendären „Geländesport“-Maschinen, den GS, zahlreiche Erfolge im Motocross. Ein weiteres Highlight der Schau bilden die Straßenrennmotorräder aus den sechziger und siebziger Jahren.

Zu deren bekanntesten Fahrern zählte auch der zweimalige Weltmeister Dieter Braun, der voraussichtlich am Stand anwesend sein wird. Nach dem Konkurs Mitte der Achtziger wurde der Markenname Maico an andere Unternehmen veräußert. Seit 1999 stellt die Leverkusener Zweirad Köstler GbR in geringer Stückzahl wieder „Maico Motorcycles“ her.

Ausstellerstimmen:

RECARO, Frank Jung, Leiter Tradition:
„Mir gefällt die offene Struktur dieser Messe, die freundliche Atmosphäre. Wir konnten uns — am Firmengründungsstandort Stuttgart — mit unserem Hauptthema ‚50 Jahre Sportsitz‘ in bestem Licht präsentieren. Uns geht es darum, dass die Besucher unsere Geschichte kennen, daher ist eine Messe wie die RETRO CLASSICS sehr wichtig für uns.“

Stickel Pagoden Center, Joachim Stickel, Inhaber:
Die RETRO CLASSICS verlief gut, wie immer. Das Stuttgarter Publikum ist sehr finanzstark — wir haben jeden Tag ein Fahrzeug verkauft! Oft wurde eine Entscheidung sehr schnell getroffen. Ich rechne außerdem mit einem guten Nachmessegeschäft. Wir sind sehr zufrieden und kommen nächstes Mal gerne wieder.

Mercedes-Benz München, Volker Schäfer, Verkauf München:
Wir sind zum ersten Mal hier und von dem Zuspruch überwältigt. Unser Angebot kam sehr gut an, und wir konnten gut verkaufen. Das Publikum in Stuttgart war erwartungsgemäß sehr kaufkräftig, sodass wir an sämtlichen Messetagen konkrete Anfragen bekamen. Die Messe ist für uns sehr gut gelaufen.

Geiger Cars, Karl Geiger, Inhaber:
Unsere Cadillac-Ausstellung wurde von den Besuchern sehr gut angenommen. Wenn tatsächlich alle zu uns kommen, die ein Kaufinteresse geäußert haben, sind wir reich! Scherz beiseite: Ich rechne mit einem guten Nachmessegeschäft. Wir sind sehr zufrieden!

Porsche Museum, Philipp Schumann, Leiter Veranstaltungen und Marketing:
Es freut uns, dass Porsche die Menschen nach wie vor begeistert. Unter unserem Jahresmotto ‚Faszination Sportwagen‘ konnten wir hier einige Highlights ausstellen, die gerne fotografiert wurden. 2016 sind wir wieder mit dabei — klar. Für uns ist die RETRO CLASSICS eine der wichtigsten Messen für historische Automobile.

Arabella Classic Cars, Bernd Werndl, Geschäftsführer:
„Die RETRO CLASSICS war unsere sechste und bislang beste RETRO CLASSICS. Die Mitaussteller sind hochwertiger geworden, damit ist auch das Publikum für uns interessanter. Wir haben alle Fahrzeuge verkauft und fahren mit einem hundertprozentigen Erfolg nach Hause!“

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Rückblick

Am Wochenende fand die 11. Retro Classics in Stuttgart statt. Über 1300 Aussteller, darunter erstmals auch die BMW Group Classic, zeigten ihre Produkte in 9 Themenhallen wieder interessierten Liebhabern von Oldtimern. Innerhalb der vergangenen Jahre hat sich die Stuttgarter Fahrzeug- und Lifestyle-Schau zu einem der Highlights und Pflichttermine für die internationale Oldtimer-Szene entwickelt.

Die Retro Classics 2011 hielt an ihrem bewährten Konzept der „Themenhallen“ fest und stellte berühmte Klassiker sowie weniger bekannte Raritäten aus der Automobilgeschichte vor. In jeder der acht Messehallen – und damit auf dem gesamten Messeareal – wurde ein eigener Akzent gesetzt. Vom Vorkriegsautomobil über jung gebliebene Youngtimer, von legendären Rennwagen bis hin zu den Klassikern der Zukunft war für jeden Oldtimer-Fan, für jeden Motorsport-Enthusiasten Spektakuläres im Angebot. Insgesamt war die Rekordzahl von mehr als 3000 Fahrzeugen auf dem Messegelände zu sehen.

Lankes-Auktion im Atrium / „Neo Classics“ von Gemballa und Privat Car

Im Messe-Eingang Ost wurden die Besucher von einem außergewöhnlichen Leckerbissen empfangen. Im Atrium stellte das Auktionshaus Lankes seltene Vorkriegsfahrzeuge, historische Rennfahrzeuge, Automobilia, Ersatzteile, Zubehör und Accessoires aus, die am Samstag, 12. März, auf der dortigen Auktionsbühne unter den Hammer kamen. Im März 2010 hatte Lankes bei seiner ersten Auktion auf der Retro Classics nach eigenen Angaben rund 35 Prozent seines Angebots unter die Liebhaber und Sammler gebracht.

Als weiterer Blickfang waren „Klassiker der Zukunft“ im Foyer zu bestaunen. Darunter das Xenatec Coupé aus der Karosserie Manufaktur Weinsberg, das nur 100-mal gebaut wurde, sowie ein SLR Stirling Moss Mercedes, einer von 75 Fahrzeugen dieser Serie, beide präsentiert von Privat Car aus Appenzell.

Die Gemballa GmbH aus Leonberg bestückte das „Neo Classics“-Segment mit einem Avalanche GTR 750 EVO-R auf Basis des Porsche 911 Turbo sowie mit dem Gemballa Mirage GT Matt Edition auf Basis eines Porsche Carrera GT.

Zum ersten Mal als Aussteller dabei war das privat betriebene Ascari Race Resort in der Nähe der andalusischen Stadt Ronda. Laut Rennstrecken-TV ist die Strecke äußerst schwierig, aber wunderschön und sehr exklusiv. Fast jede Kurve sei ein Nachbau der tückischsten Passagen der berühmtesten Rennstrecken der Welt (Nordschleife, Brands Hatch, Bathurst, Spa und Silverstone etc.). Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso nannte das Ascari Ressort die „anspruchsvollste Rennstrecke der Welt“.

Halle 1 mit renommierten Herstellern und internationalen Händlern

Die 25.000 Quadratmeter große Halle 1 (einschließlich Galerie) beherbergte unter anderen Höhepunkten die großen Automobilhersteller, Zulieferer sowie internationale Premium-Händler u. a. wie Mirbach, Thiesen, Bechtel, Gross & Schläger und Axel Schütte, Stickel Pagoden Center und weltweit angesehene Restauratoren wie Kienle Automobiltechnik, Horch Classic und Mechatronik Classic.

Auch die Daimler AG einschließlich des Mercedes-Benz Classic Centers und des Mercedes-Museums, das Meilenwerk in Böblingen oder die Schwabengarage, u. a. mit Aston Martin und Jaguar, waren mit eindrucksvollen Präsentationen vertreten, ebenso wie verschiedene Traditionsabteilungen, beispielsweise die Bosch Automotive Tradition mit der Sonderschau „125 Jahre Bosch“.

Video-Kunstwerk „Eine Welt, eine Bewegung“ zum Jubiläum

Zum 125. Geburtstag des Autos verband eine Videoinstallation unter dem Titel „One world 1 motion“ die Kontinente. Am Anfang stand die Frage, wie man 125 Jahre Automobil in einem Film zusammenfassen könnte. Dabei kam Kay Mackenneth, Chefredakteur der Internetplattform Oldtimer-tv, der Gedanke, dass sich mehrere Menschen auf der ganzen Welt an einem solchen Werk beteiligen müssten.

Herausgekommen ist ein Video-Kunstwerk, getreu dem Motto „One world 1 motion“ – eine Welt, eine Bewegung. Weltpremiere – übrigens zeitgleich auf dem Baden-Württemberg-Stand auf der ITB in Berlin – hatte die Installation bei der diesjährigen Retro Classics auf der Show-Bühne in Halle 1.

Halle 3 mit hochwertigen Ständen / Wachsendes Interesse an „Neo Classics“

Weitere maßgebliche Händler- und Restaurationsbetriebe stellten ihre hochwertigen Stände in der Halle 3 auf, in letzterer zeigten u.a. Porsche und die BMW Group ihre historischen Kostbarkeiten. In derselben Halle wurden herausragende Beispiele der „Neo Classics“ zu sehen sein, die sich wachsender Beliebtheit erfreuen. Laut Besucherbefragung auf der Retro Classics 2010 interessierten sich elf Prozent der Befragten für diesen Bereich.

Seit dem Umzug 2008 auf das neue Messegelände wurden die „Neo Classics“ unter dem Dach der Retro Classics als eigenständiges Segment der Messe etabliert. Dazu gehörten moderne Luxuslimousinen, Manufakturfahrzeuge und Sportwagen, die auf Grund ihrer geringen Stückzahlen schon heute als Klassiker gelten. Prägnante Einzelstücke beispielsweise von Lorinser, Gemballa oder Privat Car spielten dabei eine wichtige Rolle.

Galerie in Halle 1 mit Blick in die Automobilgeschichte

Anlässlich des anstehenden 100. Geburtstags des Rennfahrers und Verlegers Paul Pietsch am 20. Juni 2011 zeigte die Motor Presse Stuttgart eine Ausstellung über das Leben des letzten lebenden Zeitzeugen, der die Epoche der legendären Silberpfeile als aktiver Rennfahrer miterlebt hat. Auf der Galerie, Stand Z05, waren zahlreiche Fotos und Exponate rund um die Rennfahrer-Karriere von Pietsch ausgestellt. Der Allgemeine Schnauferl-Club (ASC) präsentierte Motorfahrzeuge in ihrem kulturgeschichtlichen Zusammenhang.

In diesem Jahr ging es um ein „Automobiles Kaleidoskop in fünf Bildern“, das auf der Galerie zu sehen war. Alle Exponate wurden detailliert beschrieben und vorgestellt, und die Besucher erhielten durch 30-minütige Vorträge ergänzende Informationen.

Schließlich präsentierte der Retro Classics Culturverein (RCC) die Museumstraße mit dem Motto „Die ersten 25 Jahre des Automobils“ und stellte die Aktivitäten im Rahmen des Automobilsommers vor. Zur Eröffnung der Retro Classics wurde passend dazu ein Original-Nachbau des „Flocken-Elektrowagens“, eines der ersten Elektrowagen überhaupt, am Stand des RCC auf der Galerie erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Motorsport-Halle 4 mit Sonderbereich BMW-Motorräder

Die Premiere für die Motorsport-Halle im Frühjahr 2009 hatte auf Anhieb die Herzen der Messebesucher gewonnen. Als herausragendes Topereignis war die Messehalle 4 unter dem Namen „Mythos Solitude“ daher erneut speziell dem Bereich Motorsport gewidmet. Auf 10.000 Quadratmeter fanden die Fans alle erdenklichen Sportwagen, klassischen Motorräder sowie Veranstalter, die sich auf Veteranen-Rallyes spezialisiert haben.

Natürlich spielte hier die weltweite Promotionsaktion „Automobilsommer 2011“ zum 125. Geburtstag des Automobils unter dem regionalen Schwerpunkt „Solitude Revival“ eine zentrale Rolle. Im Zweiradbereich stellten sich unter anderem der Hockenheim-Ring sowie BMW mit einem 350 Quadratmeter großen Motorsportrad-Sonderbereich und viele weiteren Marken vor. In diesem Zusammenhang hatten die Veranstalter mit der Bikeschmiede Süd eine „Custom-Motorcycle“-Ausstellung in Halle 4 ins Leben gerufen.

Custom-Bike ist der Oberbegriff für ein speziell nach den Wünschen des Kunden angefertigtes oder umgebautes Motorrad – meist auf Basis von Harley-Davidson-Motorrädern oder ein kompletter Aufbau mit gekauften oder selbst angefertigten Komponenten. Eine weitere Spielart des Customizing war der „Old-Style“, ein mit modernen Zubehörteilen aufgebautes Bike, das den Motorrädern der 40er und 50er-Jahre nachempfunden ist.

Sonderschau mit „Dino“-Fahrzeugen

Ein Highlight wird mit Sicherheit die exklusive „Dino-Show“ in der „Rennsport-Halle“ 4 werden. Alfredo „Dino“ Ferrari, Sohn von Enzo und Laura Ferrari, plante das für Ferrari ungewöhnliche Motorenkonzept eines V6 Motors. Bevor „Dino“ Ferrari 1956 starb, hatte er die V6 Baureihe auf den erfolgreichen Weg gebracht. Damit sein Sohn niemals in Vergessenheit gerät, nannte Enzo Ferrari alle Modelle, in denen die V6 Motoren verbaut wurden „Dino“.

Auch die Fiat und Lancia Modelle mit gleichem V6 hießen Dino, während Ferrari im Angedenken an seinen Sohn daraus eine eigene Automarke machte. Unter den zahlreichen ausgestellten Fahrzeugen befinden sich beispielsweise ein nur 154 Mal gebauter Dino 206 GT, ein 246 GT E-Serie und ein Ferrari Dino 308 GT4. Daneben sind ein Fiat Dino 2L Spider, ein Fiat Dino 2,4L Coupe und ein Lancia Stratos zu sehen. Die Lancia Stratos sind seltene, spektakuläre Autos, von denen insgesamt keine 500 Stück hergestellt wurden. Gezeigt wird auch ein 1:1-Modell des New Stratos – dieses Auto findet man zurzeit auf jedem zweiten Titelblatt der Automobilzeitschriften.

Bosch-Motorsport und Solitude Revival beim Automobilsommer 2011

Ein besonderer Leckerbissen in der Motosport-Halle 4 stellt die Sonderschau „Bosch-Motorsport“ mit vielen Fahrzeugen aus verschiedenen Rennepochen dar. Parallel zu 125 Jahre Automobil feiert die Robert Bosch GmbH ihr 125-jähriges Firmenjubiläum und gleichzeitig den 150. Geburtstag ihres Gründers Robert Bosch. In diesem spannenden Jubiläumsjahr präsentiert sich die 12. Bosch Boxberg Klassik (23. / 24. Juli) mit vielen Highlights für Teilnehmer und Zuschauer.

In Halle 4 wird der Rennsport im Fokus stehen, beispielsweise vertreten durch historische und aktuelle Fahrzeuge der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft DTM. Dabei nimmt die Präsentation „Solitude Revival“ einen wichtigen Platz ein. Die Baden-Württemberger und ihre Gäste erwartet ein tolles Spektakel beim diesjährigen „Automobilsommer“. Die Veranstalter des Solitude Revivals, die Retropromotion GmbH und der RCC, erwecken vom 22. bis 24. Juli 2011 nach 46 Jahren Dornröschenschlaf nicht nur den legendären Solitude-Ring, sondern präsentieren im Jubiläumsjahr „125 Jahre Automobil“ auch mehr als 600 Fahrzeuge auf dem 12,7 km langen Rundkurs im Glemswald bei Stuttgart. Ein Festival über drei Tage ganz im Zeichen von Motoren und Karossen im Geburtsland des Automobils, und dies am historischen Ort des ersten Fahrzeugwettbewerbs in Baden-Württemberg überhaupt.

Raritäten mit Wankelmotor in Halle 5

Mehr als ein Hingucker wird die einmalige Zusammenstellung von seltenen Fahrzeugen mit einem Wankelmotor in Halle 5 sein. Unter dem Motto „Wankel – Mobilität mit Wankelmotoren“ zeigt die Privatsammlung Frey aus Augsburg mehrere ausgesuchte Fahrzeuge, Motorräder sowie Boote, die mit diesem Motor angetrieben wurden. Legendär ist zum Beispiel der Ro 80, der neben anderen Berühmtheiten wie dem NSU Spider auf der Messe ausgestellt wird.

Aber auch Seltenheiten und Exoten sind zu sehen, darunter etwa ein russisches Polizeifahrzeug der Marke Lada und eines von zwei Automobilen, die Mazda einst dem Konstrukteur Felix Wankel zum Geschenk machte – wenngleich dieser selbst gar keinen Führerschein besaß. Das Highlight ist sicher der Mazda-Bus Parkway von 1974, er stammt aus einer Kleinserie von 44 Stück. Es ist der einzige existierende Parkway, der noch den Original-Motor hat. Die Ausstellung soll jedoch kein ausschließlich nostalgischer Blick zurück sein. Es gilt zu zeigen, dass der Wankelmotor nichts fürs Museum ist. Aufgrund seines langen Brennraums eignet sich der Wankelmotor gut für den Wasserstoffantrieb. Experten sind davon überzeugt, dass dieser künftig eine große Rolle spielen wird.

„Youngtimer“ konzentriert in Messehalle 5 / Clubs in der „Länder-Halle“ 7

Ein unabdingbarer Bestandteil der Retro Classics widmet sich in Halle 5 dem Thema „Youngtimer“ – also Autos, die typenabhängig mindestens 20 bis 25 Jahre „auf den Felgen“ haben müssen. Mehr als die Hälfte der befragten Besucher im März 2010 waren speziell an diesem Segment interessiert. Für die Youngtimer wird wieder eine ganze Messehalle mit 10.000 Quadratmeter Fläche bereitgestellt, wobei neben den Marken Mercedes, Porsche und VW auch Modelle anderer Clubs einen zentralen Part einnehmen werden.

Hier starten auch die kurzen Ausfahrten für die Messebesucher, die sich noch keinen eigenen Old- oder Youngtimer leisten können. Zusätzlich kann man eine Runde in einem Neo-Klassiker drehen, vorgesehen sind ein Lotus Evora sowie hochwertige Luxus-Sportwagen aus italienischen Autoschmieden. Während in Halle 5 den „Youngtimern“ genügend Fläche bereitgestellt wird, sind in der Halle 7, der „Länderhalle“, europäische Marken-Clubs anzutreffen mit Kostbarkeiten u. a. aus Deutschland, Italien, Großbritannien und Frankreich.

  


Fahrzeugverkaufsbörse für Privatleute und Händler in Halle 6

Einen weiteren Besuchermagnet bietet die Halle 6, die zum dritten Mal als Fahrzeugverkaufsbörse an allen drei Messetagen für private Verkäufer und Händler bespielt wird: Rund 250 Fahrzeuge wechselten im vergangenen März den Besitzer. Hier wird sich ein schwungvoller Markt mit rund 400 Fahrzeugen entwickeln, die nicht jünger als Baujahr 1984 sein dürfen. In derselben Halle kommen die Freunde der Modellautos „Automania“ sowie Uhrenliebhaber auf ihre Kosten.

Omnibusse, Lastwagen und Traktoren in Halle 8

Das Messegelände bietet genügend Platz, um weitere Sonderthemen aufzunehmen. Dazu gehört zum vierten Mal eine Schau über historische Landmaschinen und Traktoren, die in der Halle 8 der Nutzfahrzeuge auf einer Fläche von rund 2500 Quadratmeter zu bestaunen sein wird. Dabei bereichert der Verein Bulldog- und Schlepperfreunde Württemberg e.V. die Szene der historischen Traktoren, Maschinen und Geräte aus der Landwirtschaft mit eindrucksvollen Sonderschauen. Das Thema in diesem Jahr ist die Mobilität in der Landwirtschaft. Diese Spezialhalle wird auf weiteren 7500 Quadratmeter mit einer Vielzahl von Omnibussen, Lastkraftwagen und Zugmaschinen sowie Feuerwehrfahrzeugen abgerundet.

Sonderschau mit Kaelble-Zugmaschinen / „Trust Your Truck“

Zudem wird die Nutzfahrzeug-Veteranen-Gemeinschaft (NVG, http://www.n-v-g.de/ ) mit ihren historischen Zugmaschinen und Kippern vertreten sein. Der Beitrag zum „Automobilsommer 2011“ bildet eine rund 900 Quadratmeter große Sonderschau mit legendären Fahrzeugen der Firma Kaelble. Das Unternehmen aus dem württembergischen Backnang war ein Baumaschinen-, Motoren- und Nutzfahrzeughersteller und durch seine Zugmaschinen für Straßenroller, Muldenkipper und Planierraupen bekannt. Unter dem Motto „Trust Your Truck“ wird Mercedes-Benz einen großen Auftritt im Bereich der Nutzfahrzeuge beisteuern.

Ein weiteres Schmankerl sind Mercedes-Feuerwehrfahrzeuge aus verschiedenen Epochen des 20. Jahrhunderts. Die Messehalle wird ergänzt mit klassischen Omnibussen, die Konrad Auwärter, Angehöriger der Neoplan-Dynastie, zusammengestellt hat. Er zeigt rund zwei Dutzend der mächtigen Zeitzeugen der Automobilbaugeschichte bereits zum zehnten Mal im Rahmen der Retro Classics. Mit dabei sind verschiedene Klassiker vom Typ Kässbohrer / Setra, Mercedes-Benz, Saurer, Steyr, Büssing und natürlich Neoplan.

Zubehör und internationaler Teilemarkt in Halle 9

In Halle 9 kommen Sammler, „Schrauber“ und Liebhaber von Freitag an auf ihre Kosten, die auf dem internationalen Teilemarkt Zubehör und Originalteile für ihre Oldtimer suchen. Mehrere hundert Händler werden sich unter dem Dach des Teilemarkts einfinden und werden ihre Kostbarkeiten an allen Messetagen anbieten. Gekaufte Kleinteile können während der Öffnungszeiten an der Garderobe zum Aufbewahren abgegeben werden.