Bauernherbsthighlights im Nationalpark Hohe Tauern

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Wenn der Sommer sich langsam dem Ende zuneigt, wird es im Nationalpark Hohe Tauern so richtig gemütlich. Dann trifft man sich an den schönsten Plätzen bei feinen Schmankerln und beschwingten G’stanzln zum Geschichtenerzählen, zum „Hoagaschtn“ eben.

Die Auswahl an regionalen Köstlichkeiten ist in dieser Zeit besonders groß. Zu Pinzgauer Spezialitäten verfeinert wird das Beste von den Via Culinaria Betrieben und Bauernherbstwirten aufgetischt.

Kulinarische Feste, traditionelle Bauernmärkte, farbenprächtige Almabtriebe und festliche Erntedankprozessionen sorgen für ein buntes Treiben in allen  Nationalparkorten. Der große Almabtrieb in Krimml, das Erntedankfest in Unken und das internationale Brotfest in Rauris sind nur einige der vielen Bauernherbst-Höhepunkte, die die Gäste im Nationalpark Hohe Tauern miterleben können.

Echt und ursprünglich ist das idyllische Raurisertal, wo es die größte Dichte von Holzbacköfen Europas gibt. Der Geruch von frischem Brot erfüllt die Luft des ganzen Tales, wenn zum Internationalen Brotfest alle 24 Brotbacköfen des Tales angeheizt werden. „Echtes Brot kommt aus dem Feuer“ sagt die weit über die Grenzen hinaus bekannte Rauris Holzofenbäckerin Roswitha Huber, mit der man auf der urigen Kachkendlalm sein eigenes Rauriser Holzofenbrot backen werden.

Auch bei der Besichtigung anderen regionale Produzenten ist handwerkliches Talent des Gastes gefragt wie beim Filzen im Salzburger Wollstadl oder aber bei der Herstellung eines köstlichen Apfelsaftes in der Obstpresse Bramberg.

Wir haben für Sie einige der schönsten Ausflugsziele und Bauernherbsthighlights im Nationalpark Hohe Tauern entdeckt. Lassen Sie sich vom Geschmack regionaler Spezialitäten und dem Klang echter traditioneller Volksmusik begeistern und erleben auch Sie demnächst das bäuerliche Leben im Nationalpark Hohe Tauern von seiner unterhaltsamsten Seite. Denn hier ist Feiern, Tanzen und „hoagaschtn“ ausdrücklich erwünscht.

Erleben Sie wunderbare Tage beim Bio-Bauernhof Ihrer Wahl mit 2 Übernachtungen am Bio-Bauernhof, Eintritt Nationalparkwelten Hohe Tauern, Eintritt WasserWelten Krimml und Krimmler Wasserfälle oder Wildpark Ferleiten, Nationalpark Schmankerlmenü und Ja!-Natürlich-Sackerl mit köstlichen Produkten. Buchbar bei der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern, Telefon +43 656 24 09 39 oder email ferienregion@nationalpark.at, http://www.nationalpark.at

 

Und so war unser Wochenende beim Bauernherbst in der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern:

Tag 1

Mit 1.836m² ist der Nationalpark Hohe Tauern der größte Nationalpark der Alpen mit einer einzigartigen und ursprünglichen alpinen Natur- und Kulturlandschaft und erstreckt sich von rund 1.000 Meter Seehöhe bis hinauf zum Gipfel des Großglockners auf 3.798 Meter.

Wir übernachteten im liebevoll eingerichteten Hotel Unterbrunn in Neukirchen am Großvenediger. Das 3-Sterne Hotel liegt inmitten der wunderschönen alpinen Landschaft des Nationalparks Hohe Tauern mit einer gelebten Tradition, einem gemütlichen Wellnessbereich und kulinarische Genüssen im Speisesaal „Großvenediger“.

Hotel Unterbrunn, Marktstraße 26, 5741 Neukirchen, Telefon +43 65 65 62 26, www.unterbrunn.com, DZ all inklusive ab 56 Euro, Wohnstudio ab 69 Euro pro Person, Appartment ohne Verpflegung ab 110 Euro, Wlan in allen Zimmern

 

Nationalparkzentrum Hohe Tauern in Mittersill

Führung durch die Nationalparkwelten Hohe Tauern in Mittersill. Eine moderne HD Projektionstechnik im weltweit einzigartigen Ausstellungsbereich „Nationalpark 360-Grad“ versetze uns in völlig neue Sphären. Die Nationalparkwelten in Mittersill haben eine alpine Erlebniswelt rund um den höchsten Gipfel Österreichs, den Großglockner mit 3.798 m, weitere 266 Dreitausender, über 342 Gletscher und einen der mächtigsten Wasserfälle der Welt unter ein Dach. In acht Erlebnisstationen lernt man die außergewöhnliche Vielfalt kennen.

 

Gasthof Bräurup

Gewachsene Gastlichkeit ist in den historischen Stuben des Gasthofs Bräurup in Mittersill zu erleben. Stolze 600 Jahre hat dieses Gebäude schon am Buckel. Der Via Culinaria Betrieb verfügt über eine eigene Landwirtschaft sowie eigene Fischwasser und Jagd. „Bräurup“ Rupert Schwaiger erwarb von Kaiser Franz Joseph das Fischwasser Salzach mitsamt Nebenflüssen.

Forelle und Saibling aus dem hauseigenen Fischwasser sind hier genauso Pflicht wie fein marinierte Tafelspitzscheiben vom Pinzgauer Rind. Wie schon der Name verrät, hat hier auch das Bierbrauen Tradition und wurde wiederbelebt mit hellem Hefeweizen und ungefiltertem Märzenbier.

Original Holzstuben und Gewölbe aus dem 18. Jahrhundert bilden den stilvollen Rahmen für gesellige Stunden. Schon „Seine Majestät der Kaiser“ liebte dieses Ambiente. Bei Jagd- und Fischereiurlauben im SalzburgerLand hatte Majestät selber in diesem stattlichen Gasthof gerne Quartier bezogen und getafelt.

Die kulinarische Bandbreite reicht von Pinzgauer Kasnocken bis zum Romantik-Dinner. Oder man gönnt sich die hausgebrauten Biere in der Breznstub’n. Um 21.00 Uhr ging es zurück zum Hotel Unterbrunn in Neukirchen.

Hotel – Restaurant Bräurup, Kirchgasse 9, A-5730 Mittersill, Telefon +43 65 62 62 16, Email office@braurup.at, http://www.braurup.at, Warme Küche Mo-So 11.30-21.30 Uhr

 

Die Via Culinaria des das SalzburgerLand weist den Weg sowohl zu urigen Hütten und traditionsreichen Gasthöfen als auch zu ausgewählten Gourmetadressen. Regionalität wird hier von Gastronomen und heimischen Produzenten in harmonischer Zusammenarbeit tagtäglich gelebt.

Auf acht Genusswegen werden die führenden Gastronomen des Landes und die besten heimischen Produzenten mit deren regionalen, hochwertigen Produkten zusammengeführt. Ganz neu ist der Genussweg für Kräuterliebhaber, der die köstliche und gesunde Pflanzenvielfalt des SalzburgerLandes vorstellt. Bei den Via Culinaria Mitgliedern ist der Tisch für die Gäste stets reich gedeckt.

 

Tag 2

Für den kreativen Tag stärken wir uns mit einem köstlichen Frühstück im Hotel und fahren nach Bramberg, wo bei der Besichtigung regionaler Produzenten unser handwerkliches Talent gefragt ist .

Hildegard Enzinger führt die urige Wollwerkstatt „Salzburger Wollstadel“, wo das älteste Textiltechnik der Menschheit, das Filzens, noch praktiziert wird. Hier wird Pinzgauer Schafwolle mit Bedacht, Sorgsamkeit und regionaler Handwerkstradition zu Produkten mit hoher Lebensqualität verarbeitet. Das Angebot reicht von Filzhüten über kuschelig-warme Sitzkissen bis hin zu den einzigartigen „Pinzgauer Doggln“ , aus Wollfilz genähte Hausschuhe. Unter fachkundiger Anleitung nahmen wir beim einem Filzkurs teil.

Viele Geschenkideen und Mitbringsel finden Sie im Verkaufsraum im Wollstadel neben Wollprodukten auch weitere heimische Produkte wie Honig, Käse, Speck, Schnaps und auch Fair-Trade-Produkte. Filzkurse finden das ganze Jahr über statt, Kursdauer: ca. 3 Stunden zu Sitz-, Auto- oder Wanderkissen, 25 Euro pro Person, oder Patschen oder Pantoffeln für 75 Euro pro Person

Salzburger Wollstadel, A-5733 Bramberg, Telefon +43 65 66 86 79, E-Mail salzburger@wollstadel.at; http://www.wollstadel.at

 

Gleich nebenan ist die Bramberger Obstpresse, eine Initiative des Obst- und Gartenbauvereins Bramberg und Tauriska Neukirchen im Gebäude des Wilhelmstalls, wo man eine eigene Obstpressanlage betreibt und hausgepressten Apfelsaft verkauft. Bramberg war übrigens schon im 19. Jahrhundert ein bedeutender Schauplatz der Obstkultur im Gebirge.

Man hat sich zum Ziel gesetzt, der Nachwelt den Reichtum alter regionaler Apfelsorten zu erhalten. Der Verein betreibt diese moderne Obstpressanlage, die auch kleinere Mengen akzeptiert und zu köstlichem Obstsaft verarbeitet.

Die Früchte des Apfelbaums werden aber auch anderweitig veredelt. Die Bandbreite reicht vom Bramberger Apfelbrot über in Apfeltrester gepökelten Speck bis hin zum Pinzgauer Apfelschmalz. Jüngste Kreation ist ein Apfeltresterpulver, eine spannende Würze zum Kochen, Backen oder einfach roh zu genießen.

Bramberger Obstpresse. Obst- und Gartenbauverein Bramberg, Im Wilhelmstall beim Museum Bramberg, A-5733 Bramberg am Wildkogel, Telefon +43 65 65 61 45, Email office@tauriska.at, http://www.Obstpresse.at, geöffnet je nach Saison und an Obstpresstagen. Führungen und Information gegen Voranmeldung.

 

Weiter geht es nach Uttendorf zur Harmonika-Tischlerei, wo der Harmonikabauer Günther Lerch die international bekannten Alpengold-Harmonikas herstellt. Dieses Instrument besteht aus über 2.500 Einzelteilen, und jedes Teil ist eine Sonderanfertigung.

Vom ersten Arbeitsschritt bis zur Fertigstellung sind an der Herstellung der „Alpenharmonikas“ sieben Personen involviert. Rund 150 Arbeitsstunden fließen in die „Alpenharmonika“ bis sie an den Kunden ausgeliefert wird.

LBL-GmbH, Alte Bundesstraße 39, A-5723 Uttendorf, Telefon +43 66 45 28 55 33, Email info@alpengold-harmonika.at, http://www.alpengold-harmonika.at, Öffnungszeiten nach telefonischer Vereinbarung

 

Landgasthof Ammererhof

Weiter geht unsere Fahrt nach Rauris zum Mittagessen in den Ammererhof im idyllischen Raurisertal. Hier kann die älteste Gaststube von Kolm-Saigurn tatsächlich viele Berggeschichten und Anekdoten erzählen.

Die beliebte Einkehr- und Übernachtungsadresse bei Bergsteigern und Wanderern, serviert zum traumhaften Panorama zünftige Hausmannskost in der Stube am Kachelofen oder auf der Panoramaterrasse mit Blick auf die 3000er. Kristallklares Trinkwasser plätschert aus dem Bergkristallbrunnen, und im Holzofen duftet das Hausbrot.

Alpengasthof Ammererhof, Luise Tomasek-Mühlthaler, Kolmstraße 21, A-5661 Rauris, Telefon +43 65 44 81 12-0, Email info@ammererhof.at, http://www.ammererhof.at, im Winter mit Sherpa-Snowmobile, im Sommer auch mit dem Postbus erreichbar.

 

Wir besuchen das internationale Brotfest im Raurisertal, dem Gebiet mit der größten Dichte von Holzbacköfen Europas. Der Geruch von frischem Brot erfüllt das Tal, weil an diesem Tag die Brotbacköfen angeheizt wurden. Dabei erfahren wir alles zum Thema „Eigenbrötler“ vom Bau des Backofens bis zum fertigen Brot.

 

Brotbacken auf der Kalchkendlalm

„Echtes Brot kommt aus dem Feuer“ sagte die Rauriser Holzofenbäckerin Roswitha Huber, die wir auf ihrer urigen Kalchkendlalm besuchen. Dort backt sie mit uns bestes Rauris Holzofenbrot. Roswitha Huber versteht sich als Wissensvermittlerin und nicht als Jausenstation.

Ihr Wissen ist breit gefächert. Die Buchautorin und Brotspezialistin hält Seminare und Brotbackkurse, veranstaltet Lesungen, Symposien und Brotfeste. Die ausgebildete Volksschullehrerin will bäuerliches Wissen am Leben halten und weitervermitteln. Familien mit Kindern und ganze Schulklassen lernen hier Brotbacken und zwar ausschließlich mit Sauerteig und Roggenmehl.

Nach Voranmeldung Brotbackkurse, auch mit Kindern. Die Kurse beginnen um 10.30 Uhr und enden gegen 16.00 Uhr, Teilnahmebeitrag 80 Euro pro Person, Kinder 20 Euro mit Mittagessen, Getränke und Laib Brot zum mitnehmen.

 

Dann stand dem Genuss einer geschmackigen Nationalparkjause mit herrlich frischem Brot und selbstgemachter Butter nichts mehr im Wege und wir genießen die gemütliche Almstimmung und den traumhaften Blick auf das schöne Raurisertal. Am späten Abend fahren wir zum Hotel Unterbrunn in Neukirchen.

Almhütte Kalchkendlalm, Fröstlbergweg 44, A-5661 Rauris, Telefon +43 64 44 30 72 17, Email kalchkendl@rauris.net, http://www.Schule-am-Berg.at, geöffnet April bis Mitte Oktober

 

Tag 3

Zu einem guten Start in den Tag gehört ein gesundes Frühstück, dann fahren wir nach Krimml. Mit ihrer beeindruckenden Fallhöhe von 380 m sind die Krimmler Wasserfälle die fünfthöchsten der Welt. Die Krimmler Ache, deren Wasser in drei Katarakten spektakulär in die Tiefe fällt, hat ein Einzugsgebiet von 110 Quadratkilometern mit 23 Gletschern.

Je nach Jahreszeit führt der Bach zwischen 10 und 83 Kubikmeter Wasser pro Sekunde. Bei unsere Wanderung auf dem alten Römerweg hinauf erlebten wir den erfrischenden Sprühregen und die imposante Kraft des Wassers inmitten der traumhaften Kulisse des Nationalparks Hohe Tauern.

Eine wissenschaftliche Studie bestätigt auch, dass der Aufenthalt bei den Krimmler Wasserfällen eine nachhaltige funktionelle, symptomatische und immunologische Verbesserung bei Asthma- Symptomen bewirkt.

Das gastfreundliche Bergdorf Krimml inmitten der Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern und der Zillertal Arena ist ein Geheimtipp in Sachen Urlaub. Hautnah und in seiner schönsten Form erlebten wir den Salzburger Bauernherbst beim traditionellen Krimmler Almabtriebsfest mit einem großen Festumzug, zahlreichen Fuhrwerken, Schnalzergruppe und Musikkapelle.

Am traditionellen Bauernmarkt lassen wir uns von den Krimmler Bauern mit regionalen Köstlichkeiten verwöhnen.  Am späten Nachmittag geht es dann zurück nach Neukirchen.

Krimml Tourismusverband, Oberkrimml 37, A-5743 Krimml, Telefon +43 656 47 23 90, Email info@krimml.at, http://www.krimml.at

 

Gasthof Abelhof

Am Sonnenhang oberhalb von Neukirchen liegt der Gasthof Abelhof, vom Ortszentrum in wenigen Minuten mit dem Auto erreichbar. In den zwei großen Wildgehegen direkt beim Abelhof sind die sonst so scheuen Wildtiere bei der Hirschbrunft ganz aus der Nähe zu beobachten.

Das urwüchsig-kraftvolle Röhren der Hirsche in dieser Zeit ist ein einmaliges Naturerlebnis. Anschließend klingt unser erlebnisreicher Tag bei einem gemütlichen Abendessen aus. Besonders bekannt ist die Küche für wohlschmeckende Wildgerichte und ein Genuss für den Gaumen.

Hotel Gasthof Abelhof , Roßberg 116, A-5741 Neukirchen am Großvenediger, Telefon +43 65 65 62 300, Email abelhof@aon.at, http://www.abelhof.com

 

Tag 4

Frühstücken wie ein Kaiser, so haben wir wieder ein reichhaltige Frühstücksbuffet im Hotel Unterbrunn. Nach der Auffahrt mit den Wildkogelbahnen zum Gipfel des Wildkogels wandern wir in etwa zwei Stunden auf einem aussichtsreichen Weg gemütlich zur urigen Baumgartenalm im Oberpinzgauer Mühlbachtal. Diese Wanderung eignet sich auf Grund des breiten Forstweges und der geringen Steigung auch für Kinder. Dort angelangt, fällt uns vor allem die neue Käserei auf.

Franz Hofer, der bereits seit 1970 als Käsemeister auf dieser Alm tätig ist, verarbeitet in einem Sommer über 100.000 Liter Milch zu 10.000 Kilo Bergkäse von höchster Qualität. Den frischen Bergkäse haben wir natürlich bei einer zünftigen Almjause verkostet, bevor es mit dem Taxi wieder zurück ins Tal ging.

Konnten wir Ihnen Lust auf ein Bauernhebst – Wochenende im Pinzgau oder in einer anderen Ferienregion im Salzburger Land wie dem Pongau, dem Pinzgauer Saalachtal, dem Lungau oder der Salzburger Sportwelt machen?

Weitere Info unter http://www.bauernherbst.com sowie beim SalzburgerLand Tourismus, Telefon +43 662 66 88 44, Email info@salzburgerland.com, http://www.salzburgerland.com sowie beim Nationalpark Hohe Tauern, Telefon +43 656 24 09 39, Email ferienregion@nationalpark.at, http://www.nationalpark.at