Idealer Essensbegleiter: Rosso di Montalcino 2016 von Silvio Nardi

Vollbildaufzeichnung 28.09.2018 183131Intensiv, ehrlich, gesellig. So lautet das Profil des Rosso di Montalcino 2016 von Tenute Silvio Nardi. Ein perfekter Vertreter seiner Kategorie, erster Vorbote des Potenzials einer weltweit bekannten Weinbauzone und ihrer großartigen Brunello-Weine.

Tenute Silvio Nardi Rosso di Montalcino

Der Rosso di Montalcino ist die Interpretation schöner Trinkigkeit, des sofortigen Sangiovese-Genusses aus dieser Ecke der Toskana. Er kann relativ jung getrunken werden und wird zu einem zweifelsohne günstigeren Preis angeboten als der große Bruder. Wählt man den Brunello für besondere Gelegenheiten aus, dann ist der Rosso für die kleineren Träume im Alltag perfekt.

Der Rosso di Montalcino 2016 von Tenute Silvio Nardi erzählt von einem wundervollen Jahrgang und bietet einen Ausblick auf das, was der Brunello 2016 sein wird.

Anfangs bereitete ein eher regnerisches Frühjahr einige Sorgen, die jedoch vom pünktlichen Eintreffen des Sommers weggefegt wurden. Dieser beschleunigte die Reifung mit warmen, aber nie zu heißen Temperaturen. Die Lese erfolgte im optimalen Zeitrahmen, dank eines sonnigen September, der es erlaubte, mit aller notwendigen Gelassenheit eine präzise Qualitätslese in die Keller zu bringen.

Im Glas präsentiert sich der Rosso mit leuchtend rubinroter Farbe, der Duft in der Nase erinnert an nasse Erde, Feuerstein und Asche, begleitet von balsamischen Noten und einem Hauch Rosmarin. Dann öffnen sich reife, fleischige Kirschnoten, die sich auch am Gaumen zeigen und diesem weich und rund schmeicheln. Lebhaftes, aber samtiges Tannin.

Tenute Silvio Nardi, Casale del Bosco, 53024 Montalcino (Siena), Tel. +39 0577 808269, Email export@tenutenardi.com, www.tenutenardi.com

 

Das könnte Sie auch interessieren

2012er Brunello von Silvio Nardi wieder großartig

 

Das Weingut Tenute Silvio Nardi gehört mit 50 Hektar Rebfläche, die komplett im Brunello-Register eingetragen ist, zu den größten Gütern des Anbaugebiets. Der 1950 gegründete Betrieb hat seinen Sitz in Casale del Bosco, Spitzenprodukt ist der Brunello in den Versionen Silvio Nardi, Manachiara und Vigneto Poggio Doria, letzterer auch als Riserva.

„Jahrgänge mit der Zwei am Ende bringen in der Toskana normalerweise nicht viel Glück“ sagt Emilia Nardi von der Tenute Silvio Nardi mit einem Lachen, „aber das gilt nicht für den 2012er.

Das bestätigen unsere drei Brunello-Weine, das klassische Silvio Nardi-Etikett und die beiden Crus Manachiara und Vigneto Poggio Doria. Alle drei sind großartige Weine mit schöner Konzentration, jeder mit seinem ganz speziellen Charakter aber alle drei originalgetreue Interpreten dieses Jahrgangs“.

 

Die Geschichte jeder Lese beginnt – wie man weiß – immer schon im Winter davor. Derjenige des Jahrgangs 2012 war streng und schneereich wie schon lange nicht mehr in dieser Gegend und erlaubte die Speicherung beträchtlicher Wasserreserven, die sich dann im Laufe der Saison als kostbar erwiesen, da es schon im Frühling warm und trocken wurde.

Die Vegetationsphase der Reben setzte regulär während der zweiten Aprildekade ein und dann folgte ein langer, trockener und heißer Sommer. Licht, Hitze und geringe Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht brachten die Rebstöcke im Monat August etwas aus dem Gleichgewicht und die Winzer begannen, Angst vor bösen Überraschungen zu entwickeln.

Rechtzeitig Anfang September setzten jedoch Niederschläge ein, die den Pflanzen eine Atempause verschafften und eine gleichmässige Reifung der Trauben ermöglichten. So gut, dass sie dem Brunello einen Fünf-Sterne-Jahrgang mit hohem Alterungspotenzial bescherten.

In der zweiten Septemberdekade begann die Lese auf Tenute Silvio Nardi etwa eine Woche früher als sonst. Dazu Emanuele Nardi, der Önologe des Familienbetriebs: „Es war generell eine relativ lange Lese aufgrund des uneinheitlichen Reifegrads der einzelnen Parzellen und der guten Wetterbedingungen, die es uns erlaubten, so lange wie nötig zu warten und die Lese am 11. Oktober mit den Trauben von einigen im Norden/Westen gelegenen Rebflächen zu beenden.“

Die Reife war exzellent auf allen Parzellen, die Menge eindeutig geringer. Hervorragend die Eigenschaften wie Farbe, Extraktwerte und vor allem der Phenolreichtum. Dank dieser Werte hatten das Weingut die Möglichkeit, extraktionsbetonte Vinifikationen durchzuführen und konzentrierte Weine mit großem Alterungspotenzial zu erhalten.

Charmant: Weingut Chefin Emilia Nardi

Das 1950 von Silvio Nardi gegründete Weingut verdankt sein heutiges Ansehen dem unermüdlichen Einsatz von Emilia Nardi, die 1985 die Leitung des Betriebes von ihrem Vater übernommen hat. 50 Hektar feinst gepflegter und geliebter Weinberge in Montalcino, unterteilt in 36 Kleinlagen, die teilweise auch sehr weit voneinander entfernt liegen.