20 Jahre Retro Classics in Stuttgart

Vollbildaufzeichnung 06.03.2019 211130

Historische und moderne Klassiker, spannende Sonderschauen, riesige Verkaufsbörsen, Automobilia und Zubehör von A bis Z: Die weltgrößte Messe für Fahrkultur, die RETRO CLASSICS, feiert ihr 20-jähriges Jubiläum mit einer Schau der Superlative vom 27. Februar bis 1. März 2020.

Ohne Sonderschauen keine „Retro“: Die fachkundig kuratierten Themenausstellungen bilden seit jeher ein wichtiges Kernelement der Messe. Ein einzigartiges Jubiläums-Highlight ist die Präsentation von Fahrzeugen der ROFGO Gulf Heritage Collection des Rennfahrers, Unternehmers und Rennsportfans Roald F. Goethe, der mehr als die Hälfte seiner orange-hellblauen Ikonen zur RETRO CLASSICS nach Stuttgart bringt (Atrium, Eingang Ost).

Weitere Sonderschauen widmen sich der französischen Marke Voisin (Paul-Horn-Halle, Halle 10, Stand G 12), in Vergessenheit geratenen Schweizer Motorrädern (Halle 8, Stand B17) sowie den wuchtigen „Glühkopf-Legenden“, die lange das Bild der Landwirtschaft in Deutschland prägten (Halle 8, Stand C10).

Auf der RETRO CLASSICS STUTTGART wird nicht nur geschaut und gestaunt, sondern auch gekauft und verkauft. Als Fahrzeugverkaufsbörse stehen bei der diesjährigen Ausgabe die Galerie des L-Bank-Forums (Halle 1, private Verkaufsbörse), die Oskar-Lapp-Halle (Halle 6, gewerblich) und erstmals eine komplette Hälfte von Halle 8 (privat und gewerblich) zur Verfügung.

Hinzu kommen weitere Flächen auf der Messepiazza Ost und im Rothauspark. Übrigens: Für Schnellentschlossene bietet das Landratsamt Böblingen wieder einen besonderen Service – die „Messe-Filiale“ der Zulassungsstelle ist an allen Veranstaltungstagen geöffnet (Oskar-Lapp-Halle, Halle 6, Stand A01).

Ein seit Jahren unaufhaltsam wachsendes Segment des Klassiker-Markts sind die Fahrzeuge der Sparte NEO CLASSICS – exquisite Manufakturmodelle, Unikate und Raritäten bis 20 Jahre, die gerade bei einer jüngeren Käuferschicht immer mehr Freunde finden.

Mit der Erweiterung der NEO CLASSICS-Verkaufsbörse in Halle 5 um zusätzliche Flächen in Halle 7 wird diesem Trend Rechnung getragen. Retro-Fahrspaß zum kleinen Preis gibt’s im westlichen Teil des Rothausparks auf dem „Einsteigermarkt“, der in diesem Jahr zum ersten Mal stattfindet. Neu im Programm ist auch eine Sonderfläche für hochwertige Retro-Fahrräder im nostalgischen Vintage-Chic (Halle 7).

Wer sich nicht nur einen Wunsch erfüllen möchte, sondern darüber hinaus ein wenig Nervenkitzel sucht, sollte die Live-Auktion von Classicbid nicht verpassen, die längst ein Dauerbrenner im Rahmenprogramm der RETRO CLASSICS ist.

Im Angebot sind über fünfzig Klassiker unterschiedlichster Preisklassen – vom günstigen Suzuki SJ 413 bis zum legendären Mercedes-Benz 300 S Cabriolet A aus dem zweiten Produktionsjahr 1952 (Samstag, 29. 2., 15:00 Uhr, Halle 4, Stand B70).

Ganz entspannt klingt der erste Messetag aus: Bei der beliebten Allianz RETRO Night treffen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft, Rennsportveteranen und Messebesucher zum abendlichen Plausch bei guter Musik und erlesenen Köstlichkeiten aus der Küche.

Unter den Eröffnungsrednern sind Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer, der ehemalige EU-Kommissar und Ministerpräsident a.D. Günther Oettinger, BDI-Präsident Prof. Dieter Kempf und FIVA-Präsident Tiddo Brester. Die anschließende Podiumsdiskussion bestreiten „Schwabenpfeil“ Roland Asch, Leopold Prinz von Bayern, Ellen Lohr, Klaus Ludwig, Jochen Mass und Helmut Zierl. In die Rolle des Moderators schlüpft Michael Gaedt, bekannt als „Schrotti“ aus der TV-Serie „SOKO Stuttgart“ .

An Prominenz mangelt es auf der RETRO CLASSICS STUTTGART 2020 wahrlich nicht: Auf der Showbühne (Paul-Horn-Halle, Halle 10), am Stand der Allianz (Paul-Horn-Halle, Halle 10, Stand E20) sowie an weiteren Hotspots auf dem gesamten Gelände dürfen sich Rennsport-Freunde auf anregende „Benzingespräche“, Motortalk und Autogrammstunden freuen.

Mit von der Partie sind Roland Asch, Leopold Prinz von Bayern, Helmut Dähne, Dieter Glemser, Eddy Hau, Hans Hermann, Lars Kern, Ellen Lohr, Klaus Ludwig, Eberhard Mahle, Jochen Mass, Walter Röhrl, Herbert Schek, Hans-Joachim Stuck und Helmut Zierl.

Unterhaltsame Anekdoten und viel Insider-Wissen verspricht auch der NSU-Rennfahrerstammtisch (Freitag, 28. 2., Halle 7, Stand A80). Fans der Neckarsulmer Marke sei außerdem ein Abstecher zum Stand des NSU-Museums empfohlen, das mit drei Exponaten auf der RETRO CLASSICS vertreten ist: einem noch im Alltag gefahrenen RO80, einem „Sportmax“-Werksrennmotorrad sowie einem weiteren Werksrennmotorrad NSU TT aus dem Jahre 1914 mit Riemenantrieb (L-Bank-Forum, Halle 1, Stand J53).

Probesitzen ist ausdrücklich erwünscht: Exzellente Ergonomie und ein sportliches Sitzerlebnis ermöglicht eine neue Produktlinie von Recaro Automotive Seating, die der weltweit führende Hersteller von Performance-Autositzen auf der RETRO CLASSICS erstmals der Öffentlichkeit vorstellt – zusammen mit dem neuen Label approved by Walter Röhrl (Donnerstag, 27. 2., 14:00 Uhr, L-Bank Forum, Halle 1, Stand A52.2).

Der Namensgeber und Recaro-Markenbotschafter steht hernach beim „Classic Talk“ Rede und Antwort. Walter Röhrl steht auch im Mittelpunkt einer feierlichen Enthüllung am Stand der Porsche-Clubs, wo es heißt: „50 Jahre Walter Röhrl und Porsche“. Präsentiert wird das von Diez Classic aufgearbeitete Schwesterauto jenes Porsche 911, mit dem der damals noch unbekannte Newcomer bei der Rallye Bavaria 1970 neue Maßstäbe setzte. Ehrensache, dass Röhrl den Wagen persönlich enthüllt (Freitag, 28. 2., 12:00 Uhr, L-Bank Forum, Halle 1, Stand C70).

Jeder „Hobby-Schrauber“ stößt irgendwann einmal an seine Grenzen – und wendet sich am besten an einen Mechaniker. Fachfragen rund ums klassische Automobil werden unter dem Motto „Meet the Mechanic“ in offenen Runden am Stand des Autohauses Wilhelm Müller beantwortet (Paul-Horn-Halle, Halle 10, Stand B10, mehrere Termine).

Um die Hauptkriterien für eine H-Zulassung und den Wert eines Fahrzeugs geht es bei den Live-Gutachten des TÜV Süd. Experten vor Ort sind Marko Schmickler, Mitglied der Geschäftsleitung, sowie SWR-Moderator Constantin Beims, der unter anderem an der TV-Serie „Das Lexikon der Automarken im Südwesten“ mitwirkte (Paul-Horn-Halle, Halle 10, Stand C34, mehrere Termine).

Einen Abstecher in den sonnigen Süden ermöglicht ein Besuch der „Italien-Halle“ (Halle 7). Dort können die Besucher der RETRO CLASSICS STUTTGART „Bella Italia“ mit allen Sinnen erleben: Neben eindrucksvollen Club- und Händlerpräsentationen klassischer italienischer Fahrzeugmarken präsentiert die unter Schirmherrschaft des Italienischen Kulturinstituts ausgerichtete Schau „Passione Italiana“ einen breiten Querschnitt durch die gesamte Produktpalette „Made in Italy“ – Handwerkskunst und Mode, Design, Kulinarik und Wein.

Weitere Informationen unter http://www.retro-classics.de

 

Rückblick 2019: Volle Hallen, edle Unikate & heiße Motoren in Stuttgart

Traumhafte Automobil-Legenden aus allen Ecken der Welt gepaart mit klassischer Eleganz erwartete die Liebhaber von schönen Kurven und heißen Motoren in Stuttgart auf Europas größte Oldtimermesse vom 7. bis 10. März 2019.

Ausstellerstimmen:

Ralf Reller, Geschäftsführer, Reller Automobile GmbH:
„Nach meinem Eindruck war die Messe wieder einmal sensationell gut besucht. Es herrschte eine positive Stimmung, die Kunden waren interessiert, die Fahrzeugauswahl war insgesamt sehr gut. Wir haben in den ersten drei Tagen direkt auf der Messe fünf Autos verkauft, das ist schon etwas. Das Interesse am Automobil ist auf jeden Fall ungebrochen.“

Simon-Markus Loh, Inhaber, SML Car Group:
„Unser Fazit zur Messe fällt durchweg positiv aus: Wir hatten eine hohe Frequenz mit interessanten Kontakten zu potentiellen Kunden. Auch konnten wir sehr gute Gespräche mit anderen Ausstellern über Möglichkeiten der Zusammenarbeit führen. Besonders gefreut hat uns, dass wir vom Veranstalter als Bester Messestand 2019 ausgezeichnet wurden − und das bei der ersten Messeteilnahme hier in Stuttgart!“

Radek Pokorný, Inhaber, Engine Prague s.r.o:
„Die Retro ist eine der besten Messen, die wir in Europa besuchen. Publikum, Atmosphäre und Organisation sind deutlich besser als bei der Konkurrenz. Nächstes Jahr kommen wir wieder, und zwar mit einem größeren Stand. Wir sind sehr zufrieden!“

Christof Gerhard, Inhaber, Christof Gerhard:
„Wir waren zum ersten Mal in Stuttgart, nachdem wir bei der Retro in Köln gute Erfahrungen gemacht hatten. Gleich zu Anfang konnten wir ein Auto verkaufen und ausliefern: Eine Frau hatte sich in einen Alfa Romeo Spyder verliebt und ihn sofort mitgenommen. Daneben knüpften wir viele wertvolle Kontakte. Hier in Stuttgart begegneten wir Menschen, die Autos kaufen wollten!“

Gerald Burgdorff, Geschäftsführer und Inhaber, Burgdorff Cars:
„Einen eigenen Bereich für die NEO Classics zu schaffen, war eine sehr gute Idee, weil sich der Markt in diese Richtung entwickelt. Ich bin fest überzeugt, dass sich dieses Segment in Zukunft gut etablieren wird. An allen Messetagen zeigte eine seriöse Kundschaft hohes Interesse an unseren Fahrzeugen. Ich gehe deshalb von einem guten Nachmessegeschäft aus und denke, dass wir auch bei der nächsten Messe wieder mit dabei sind.“

Thomas Steppe, Geschäftsführer, Autohaus Steppe GmbH:
„Die Klientel der Messe passt gut zu uns. Viele Besitzer historischer Automobile sind auf der Suche nach einem ansprechenden Neuwagen. Hier in Stuttgart stoßen wir auf ein wachsendes Interesse an amerikanischen Fahrzeugen; der Verkauf in diesem Bereich läuft generell sehr gut. Wir bekamen eine schöne Resonanz auf unseren Auftritt und rechnen daher mit einem guten Nachgang.“

Christian Silberhorn, Inhaber, Silberhorn Classics:
„Grund für unseren Messeauftritt war die Einrichtung einer eigenen BMW-Halle, hier im Mutterland von Daimler und Porsche. Wir haben viele interessante neue Leute kennengelernt und hoffen, dass wir die Messe mit einigen ausgefallenen Exponaten bereichern konnten. Es war sogar ein Vertreter von BMW bei uns, der fragte: ‚Warum haben wir dieses Auto nicht?‘ Die Kontakte, die wir hier knüpfen konnten, haben uns inhaltlich weitergebracht.“

Wolfgang Deutinger, Geschäftsführer, C. F. Mirbach GmbH & Co KG:
„Für uns war die Messe auf jeden Fall eine erfolgreiche Messe: Wir führten sehr gute Gespräche und konnten mehrere Verkäufe abschließen. Ich hatte den Eindruck, dass der Fachbesucheranteil noch weiter zugenommen hat. Viele Menschen kamen extrem gut informiert an unseren Stand, Menschen mit Herzblut für italienische und englische Marken. Zur nächsten ‚Retro‘ kommen wir gerne wieder!“

Klaus Kienle, Geschäftsführer, Kienle Automobiltechnik GmbH:
„Vom ersten Tag an war sehr viel los. Das Interesse an unseren Angeboten war höher als im letzten Jahr, und wir hatten – nach meinem Empfinden − doppelt so viele Kunden an unserem Stand. Die Leute sind nach wie vor bereit, für hochwertige Automobile auch einen guten Preis zu bezahlen. Wir sind mit der Nachfrage sehr zufrieden. Auch der Termin Anfang März war eine gute Wahl. Zur nächsten Retro Classics Stuttgart kommen wir wieder.“

Oliver Reger, Geschäftsführer, OM-Automobile GmbH:
„Stuttgart ist eine wirtschaftsstarke Region, zudem liegen Österreich und die Schweiz praktisch vor der Haustüre. Deshalb ist die Retro Classics Stuttgart eine wichtige Messe für uns, was sich auch diesmal wieder bewahrheitet hat. Hier kann man vernünftige Ware zu einem guten Preis verkaufen. Auffällig war, dass auch viel ausländisches Publikum an unserem Stand war. Wir sind zufrieden mit dem Messeverlauf und kommen gerne wieder.“

Tausend Meilen. Der Dreieckskurs vom norditalienischen Brescia nach Rom und wieder zurück erhielt aufgrund seiner Streckenlänge den Namen „Mille Miglia“ (Tausend Meilen). Ende der Siebziger erlebte der 1957 eingestellte Klassiker unter den europäischen Langstrecken-Straßenrennen eine touristische Neuauflage, die zum Vorbild für viele weitere Oldtimer-Events wurde. Die Betreibergesellschaft 1000 Miglia S.r.l. präsentierte sich am Stand der Zeitschrift Retrowelt.

Rekordbörse. Die weltweit größte Messe für Fahrkultur geizt allgemein nicht mit Superlativen. Einen neuen Höchststand verzeichnen die Veranstalter auch bei der privaten Fahrzeugverkaufsbörse: Mit rund 1500 Exponaten stehen dort 2019 mehr Fahrzeuge zum Verkauf als je zuvor. Aufgrund der riesigen Nachfrage erstreckt sich die Angebotsfläche über die Messepiazza Ost, den Rothauspark, die Galerie des L-Bank Forums (Halle 1) sowie Teile von Halle 5, Halle 7 und Halle 8.

Stilvoll reisen. Einen Klassiker zu fahren, ist mehr denn je Ausdruck von Lebensgefühl und Lebensart. Zunehmender Beliebtheit erfreuen sich daher auch Klassiker-Events, Genuss- und Themenreisen. Am Stand von „L’ambassadora – Repräsentanz für besondere Hotels“ vereinen sich Mobilität, Lifestyle und Kulinarik zu einem überaus stimmigen Mehrklang.

Neben exklusiven Unterkünften und Touristik-Unternehmen stellen sich dort auch Winzer vom Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V. vor. Als dekoratives „Beiwerk“ dient eine BMW Isetta – das von 1955 bis 1962 gebaute „Motocoupé“ ist rollendes Symbol für das deutsche Wirtschaftswunder.

Italienische Leidenschaft. Italien ist mehr als Pasta, Wein, Eis und „Dolce Vita“: Wie kein anderes europäisches Land steht der „Stiefel“ auch für epochales Fahrzeugdesign. Italienische Händler und Markenclubs haben inzwischen einen festen Platz in der Italien-Halle gefunden.

Diese ist auch Heimat von „Passione Italiana“, welche die gesamte Vielfalt „Made in Italy“ zeigt – von edlen Weinen und exquisiter Mode bis hin zu Musik und Kunst. Für die 2019er-Ausgabe der beliebten Schau hat das Italienische Kulturinstitut Stuttgart erneut die Schirmherrschaft übernommen. An Liebhaber mediterraner „Renn-Kurven“ gerichtet ist der Vortrag „Klassische Maserati GTs – Italienische Karosseriebaukunst der 1950er und 1960er Jahre“ von Leo B. Peschl.

Kuriositäten. Was einst dem neuesten Stand der Technik entsprach oder gar als Wegweiser in eine bessere Zukunft galt, wirkt angesichts der tatsächlichen Entwicklung oft fremdartig. Manch technische Errungenschaft verschwand zu Unrecht im Dunkel der Automobilgeschichte.

Auf der Sonderfläche „Kuriositäten“ sind zwei besondere Stücke der Marke Mercedes-Benz zu sehen. Aus Schweden stammt ein „Scheunenfund“, der beweist, dass alternative Antriebe und Treibstoffe keineswegs neue Themen unserer Zeit sind: Der noch unrestaurierte 220 SE aus dem Jahre 1965 verfügt über einen Holzvergaser. Im 230 E (Polizeiausführung) wiederum war die Polizei Stuttgart 1985 ihrer Zeit insofern voraus, dass die Beamten mit einem der ersten geregelten Katalysatoren unterwegs waren.

Öffnungszeiten: Donnerstag: 11:00 bis 19:00 Uhr, Freitag bis Sonntag: 9:00 bis 18:00 Uhr, http://www.retro-classics.de

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