Schweiz – Tour: Eine Sommergeschichte aus der der Ferienregion Heidiland


Bevor der Sommer bei uns so richtig durchstartet, versorgen wir Sie mit einer Geschichte aus der schönen Ferienregion Heidiland. Begeben Sie sich mit uns auf die Spuren der weltberühmten Romanfigur Heidi und ihrer Autorin Johanna Spyri. Wir wünschen Ihnen viel Spass bei Ihrer nächsten Cabriotour durch die Ferienregion Heidiland.

In Maienfeld in der Ferienregion Heidiland spielt die weltberühmte Heidi-Geschichte. Mit der Veröffentlichung ihres Romans „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ im Jahr 1880 brachte Johanna Spyri das kleine Winzerstädchen Maienfeld zu Weltruhm. Auch heute kann man hier den Heidimythos noch erleben. „Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fussweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fusse der Höhen, die von dieser Seite gross und ernst auf das Tal herniederschauen“. Seit Johanna Spyri im Jahr 1880 ihr weltberühmtes Buch „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ mit diesem Satz begann, wird das Weindörfchen Maienfeld in der Ferienregion Heidiland mit Heidi in Verbindung gebracht. Der grösste Teil der bekannten Heidifilme aus den Jahren 1952 und 1954 wurde zwar im Bündnerischen Bergün gedreht. Doch wenn man mit einheimischen Maienfeldern älteren Semesters spricht, erinnert sich so mancher noch mit glänzenden Augen an die Aufnahmen einer Filmsequenz, die im Städtchen Maienfeld aufgezeichnet wurde. Viele von ihnen waren selbst als Statisten mit dabei. Sie kennen sie gut, die Region, die Heidi liebte und die Johanna Spyri zu ihrer Geschichte inspiriert hat.

Heidi als Kindheitserinnerung – nicht alle haben dieses Privileg. Doch der Mythos Heidi ist heute für jedermann erlebbar, in der Ferienregion Heidiland ganz besonders. Im Heididorf kann man sehen, wie man zu Heidis Zeiten gelebt hat. Auf der Heidialp versteht man, weshalb Johanna Spyri hier zu ihren Heidi-Romanen inspiriert wurde und in Johanna Spyris Heidiwelt kann man sich über Heidis Autorin schlau machen. Die Heidi-Erlebniswege am Pizol und von Maienfeld aus laden dazu ein, die Heidigeschichte besonders mit Kindern ganz neu zu erleben und im Heidi-Shop deckt man sich bei Bedarf mit Heidi-Souvenirs ein.

Im urchigen Walserdorf St.Martin im Calfeisental

 
Die Schauplätze

Johanna Spyri siedelte ihre Heidi-Romane mit folgendem Satz unmissverständlich in Maienfeld an: „Vom freundlichen Dorfe Maienfeld führt ein Fussweg durch grüne, baumreiche Fluren bis zum Fusse der Höhen, die von dieser Seite gross und ernst auf das Tal herniederschauen“.

Nordic Walking am Walensee, im Hintergrund die Churfirsten.

Wo genau sich das Heididorf und die Heidialp befinden, welche Johanna Spyri in ihren Romanen als Schauplätze dienten, lässt sich jedoch nicht mit Bestimmtheit ermitteln. Aus den Geschichten heraus lässt sich rekonstruieren, dass das heutige Heididorf bei Rofels und die heutige Heidialp auf dem Ochsenberg durchaus die wahrscheinlichsten Schauplätze waren. Es gibt jedoch auch Theorien, wonach die Walsersiedlung Guscha – oberhalb von St. Luzisteig – als Heidi-Alp diente. Verschiedenste Beschreibungen der Orte deuten jedoch eher darauf hin, dass die heute bekannten und üblichen Schauplätze bei Rofels und am Ochsenberg die Original-Schauplätze der Heidi-Geschichte sind – dessen sind sich die meisten Heidi-Experten einig.

Abendstimmung auf dem Walensee

Johanna Spyri: Die Frau hinter der Heidi-Geschichte

Die Heidi-Romane sind weltberühmt, über ihre Autorin Johanna Spyri weiss man jedoch nur sehr wenig. Ein Versuch, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. Johanna Spyri sagte einst: „Für den, der zu lesen versteht, ist die Geschichte meines Lebens enthalten in allem, was ich geschrieben habe.“ (Thürer 1982, S. 5). Parallelen zwischen Johanna Spyri und ihrer Romanfigur Heidi finden sich in der Tat verschiedenste. Beide waren sehr naturverbunden und mochten das Landleben lieber als die Stadt. Aus ihren Aufenthalten weit weg von zu Hause entstanden tiefe, lange währende Freundschaften. Beide waren stets bedacht, anderen zu helfen und dank ihrer aufgestellten Art verhalfen Sie Kranken und Alten zu neuer Lebensfreude.

Wanderung durch die Weinberge der Buendner Herrschaft

Die Kindes- und Jugendjahre der Johanna Spyri
Geboren wurde Johanna Spyri im Jahr 1827 als Tochter des Arztes Johann Jakob Heusser-Schweizer und der Dichterin Meta Heusser. Ihre Kindheit hat Sie zusammen mit drei Schwestern und zwei Brüdern am Hirzel im Kanton Zürich verbracht, einem Ort, der zu Johanna Spyris Kindheit die überschaubare Einwohnerzahl von 1‘500 hatte. Die ländliche Umgebung, die strenge, religiöse Erziehung durch die Mutter und das Engagement des Vaters zu Gunsten von körperlich und geistig Benachteiligten, haben die junge Johanna Spyri stark geprägt (Thürer 1982, S. 12).

Die dichterische Begabung erbte Johanna von ihrer Mutter. Auch wenn sie die Schulbank nur sehr ungern drückte, hatte sie zur Literatur bereits als Mädchen eine enge Beziehung. Bereits in jungen Jahren gehörten anspruchsvolle Werke von Goethe und Homer zu Johannas Lieblingslektüre.

Der Walensee ist Wahrzeichen der Ferienregion Heidiland und eine gemütliche Schifffahrt ist immer beliebt.

Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit besuchte Johanna die höhere Töchternschule in Zürich. Nach der Konfirmation mit 15 Jahren folgte ein längerer Aufenthalt in Yverdon in der Westschweiz. Zu ihrer Zeit in Yverdon sagte Spyri einst selber, dass diese erzieherische Massnahme mit dem Ziel, die etwas störende Raschheit ihrer Natur in französische Grazie zu verwandeln, nicht ganz gelungen sei. Sie blieb weiterhin die naturverbundene, energische Johanna. Mit der Tochter des Hausherrn, der unter Napoleon den russischen Feldzug miterlebte, verband Johanna eine enge, lebenslange Freundschaft.

Aus dem Landmädchen Johanna wird eine Stadtfrau
Mit 15 Jahren kehrte Johanna dann wieder zurück nach Zürich, wo sie im Jahr 1852, also im Alter von 25 Jahren, den Juristen Bernhard Spyri heiratete. Ihn kannte sie bereits seit ihrer Kindheit. Bernhard war ein stark beschäftigter Mann. Er war oft unterwegs und arbeitete häufig bis tief in die Nacht. Drei Jahre nach der Hochzeit kam ihr einziger Sohn, Bernhard Diethelm, zur Welt. Ganz glücklich wurde die naturverbundene Johanna in der Stadt aller-dings nicht. Mehrmals weilte sie deshalb bei der befreundeten Familie von Salis in Jenins, von wo aus sie verschiedene Ausflüge in die weitere und nähere Umgebung unternahm. Zu Ihrer Heidi-Geschichte soll sie die Gegend rund um das Dörfchen Maienfeld inspiriert haben: Nach einem Spaziergang mit einer Jugendfreundin soll sie zu deren Mann, dem Obersten Jakob von Salis gesagt haben, „[…]sie habe nun die Grundlage für eine neue Geschichte, das Heidi […]“ (Thürer 1982, S. 69).

Eine der Familien, mit welchen sie auch in Zürich immer einen guten Kontakt pflegte, war die Familie des Dichters Conrad Ferdinand Meyer mit der sie intensiven Briefkontakt pflegte. Zuerst vor allem mit der Schwester von Conrad Ferdinand – Betsy – später auch immer mehr mit C.F. Meyer selbst, der von Spyris Schreib-Talent begeistert war.

Die schwierigen 1880er Jahre
Besonders intensiv war der Briefwechsel zwischen C. F. Meyer und Johanna Spyri im Jahr 1884, einem Jahr gezeichnet von Schicksalsschlägen. In diesem Jahr verstarben nämlich sowohl ihr Sohn als auch ihr Mann. Ihr Sohn Bernhard Diethelm verstarb im jungen Alter von 29 Jahren nach einem langjährigen Herzleiden. Weder eine lange Seereise im Süden, noch ein Kuraufenthalt in Pisa und Davos mochten ihn heilen. Der Tod von Bernhard Diethelm setzte dem Vater stark zu. Er verstarb noch im selben Jahr an „einer Lungenentzündung, der er nicht mehr den notwendigen Widerstand zu leisten vermochte.“ (Thürer 1982, S. 34). Johanna Spyri war zu diesem Zeitpunkt 57 Jahre alt. Obwohl ihr der doppelte Verlust stark zusetzte, war sie lebensfroh genug, um den Schmerz zu überwinden. Vor allem auch das Schreiben half ihr, über die Verluste von Sohn und Gatte hinwegzukommen.

Ausgezogen aus dem einstigen gemeinsamen Haus, lebte sie vorübergehend bei ihrer alten Freundin aus Yverdon, welche ebenfalls nach Zürich geheiratet hatte. Die endgültige Bleibe fand Spyri dann am Zeltweg in Zürich, einer damals ruhigen Vorstadtstrasse. Hier schrieb sie eine Grosszahl ihrer gesamthaft 48 Werke. Zu dieser Zeit entdeckte sie das Reisen für sich. Zu ihren bevorzugten Regionen in der Schweiz zählte auch die Bündner Herrschaft.

Johanna Spyri engagierte sich bis ins hohe Alter für Bedürftige und Kranke. Auch als sie mit den Jahren immer schwächer wurde, klagte sie nicht und erwähnte weder die schwindenden Kräfte noch den Tod. Vielmehr versuchte sie bei den Bekannten gar nicht erst den Verdacht aufkommen zu lassen, es könnte zu Ende gehen. Gestorben ist Johanna Spyri im Alter von 74 Jahren im Jahr 1901 in Zürich. Vor ihrem Tod hat sie alle ihre Manuskripte verbrannt.

Die Schriftstellerin Johanna Spyri

Über ihre Gabe zum Schreiben machte Johanna Spyri in den Anfängen kein Aufsehen. Im Gegenteil: Meldete sich Besuch, so verschloss sie beinahe schamhaft ihre Blätter. Der erste Band der Heidi-Geschichte (erschienen 1880 im Verlag Friedrich Andreas Perthes, Gotha) erschien gar noch anonym. Der rasche und grosse Erfolg dieses Kinderbuches mag sie jedoch dazu bewogen haben, den zweiten Band der Geschichte (erschienen im 1881) und die darauf folgenden Werke unter ihrem Namen zu veröffentlichen.

Auf die Idee, Jugendbücher zu schreiben, kam Johanna Spyri über ihre Nichte. Über ihren Bezug zu ihren Jugendschriften schrieb Johanna Spyri in einem Auszug einer autobiografi-schen Skizze vom September 1896: „Zu meinen Jugendschriften kam ich […]durch eine kleine Nichte, dir mir erklärte, die grossen Leute hätten nun wirklich einmal genug Bücher, ich solle lieber für die Kinder erzählen. So schrieb ich Heimatlos, und da das Büchlein sich junge und alte Freunde gewann, schreib ich fröhlich weiter.“ (Thürer 1982, S. 41). Zwei Jahre nach der Herausgabe ihres ersten Kinderbuches „Heimatlos“ im Jahre 1878 veröffentlichte sie mit „Heidis Lehr- und Wanderjahre“ den ersten ihrer zwei Heidi-Romane. Der Folgeroman „Heidi kann brauchen, was es gelernt hat“ erschien im Jahr 1881.

Von den gesamthaft 48 Werken waren und sind die beiden Heidi-Bücher ohne Zweifel die bekanntesten Werke. Sie lösten in der Bevölkerung zahlreiche Reaktionen aus. So erreichten Spyri verschiedenste „Fanbriefe“, unter anderem auch von Wilhelm Grimms Sohn Herrmann. Doch auch einfache Bürger und vor allem Kinder waren von den Heidi-Geschichten angetan. „So bat eine Basler Schulklasse um einen Besuch Johanna Spyris, wobei sie gleich auch ihr „Heidi“ mitbringen möge. Und ein Mädchen hätte gerne ihren kleinen, kranken Vetter ebenfalls zum Alpöhi hinaufgebracht, wo Heidi sich so wohl fühlt und Klara genas.“ (Thürer 1982, S. 38).

Bücher, Filme & weitere Heidi-Zeitungen

Heidis Lehr- und Wanderjahre – der erste Band der Heidi-Geschichte – erschien im Jahr 1880 im Deutschen Verlag Friedrich Andreas Perthes, Gotha. Bereits ein Jahr später veröffentlichte derselbe Verlag den zweiten Band mit dem Titel Heidi kann brauchen, was es gelernt hat. Die erste Übersetzung ins Französische erfolgte bereits im Jahr 1882, die erste Übersetzung ins Englische erfolgte zwei Jahre später. Einen Boom an neuen Büchern gab es vor allem 30 Jahre nach Johanna Spyris Tod, als die Urheberrechte für die Heidi-Bücher abgelaufen waren. Zu diesem Zeitpunkt wurden zahlreiche „neue“ Heidi-Bücher auf den Markt gebracht.

Der erste Heidi-Film war gemäss den Recherchen von Rolf Mutzner, Geschäftsführer der Heididorf AG, im Jahr 1920 als Stummfilm in den USA zu sehen. Gesamthaft wurden 12 Spielfilme, 7 Animationen und 6 Serien gedreht. Der erste vertonte Heidi-Film stammt aus dem Jahr 1937 und wurde mit Shirley Temple in der Rolle des Heidi in Hollywood gedreht.

Der erste Schweizer Heidi-Film aus dem Jahr 1952 wurde zu einem Grossteil im Bündnerischen Latsch, oberhalb von Bergün, gedreht. Für den Fortsetzungs-Film Heidi und Peter aus dem Jahr 1954 – welcher übrigens der erste Schweizer Farbfilm war – wurden einige Sequenzen in Maienfeld und Bad Ragaz gedreht.

Weltweit wohl am meisten zum heute etablierten Heidi-Bild beigetragen hat die japanische Anime-Serie „Heidi, das Mädchen aus den Alpen“ aus dem Jahr 1974. Aus dieser Serie stammt auch das bekannte Titel-Lied „Heidi, deine Welt sind die Berge“. Vor der Produktion der Serie reiste das japanische Produktionsteam Zuiyo Entertainment eigens in die Region, um vor Ort zu recherchieren und Fotos zu machen. Viele der Schauplätze sind deshalb auch im Comic klar als entsprechende Orte in der Ferienregion Heidiland zu erkennen.

Nebst der verschiedensten Filme und Bücher zu Heidi gab es auch Theaterstücke, Musicals und sogar Opern, welche die Heidi-Geschichte erzählten. Zudem war das Heidi-Thema auch immer wieder Grundlage in der Volksmusik. Natürlich wurde – und wird noch immer – von Heidi als Werbeträgerin profitiert. Ein prominentes Beispiel dafür ist die Heidi-Produktlinie des grössten Schweizer Detailhandelsunternehmens, Migros, welches zahlreiche Frischprodukte unter dem Markenname „Heidi“ verkauft.

Alleine in der Informationsstelle Maienfeld werden 27 verschiedene Heidi-Merchandisingprodukte angeboten.

Die Namen Heidi und Peter

Heidi
Abgeleitet von Adelheit oder Adelheid. adal = edel, vornehm, der Adel, aus vornehmem Geschlecht (Althochdeutsch) heit = -heit, die Art, die Weise (Althochdeutsch) Bedeutung: vom edlen Wesen
Gemäss dem Bundesamt für Statistik lebten im Jahr 2011 (letzte Erhebung) gesamthaft 19‘888 Frauen mit dem Vornamen „Heidi“. Hiermit ist der Name „Heidi“ auf Rang 26 der beleibtesten Frauen- /Mädchennamen in der Schweiz.

Peter
petros = der Fels, der Stein (Altgriechisch). Bedeutung: der Felsen, der Stein, Gemäss dem Bundesamt für Statistik lebten im Jahr 2011 (letzte Erhebung) gesamthaft 63‘220 Männer mit dem Vornamen „Peter“. Hiermit ist der Name „Peter“ auf Rang 1 der beleibtesten Männer- /Knabennamen in der Schweiz.

Maienfeld
Heute leben im Städtchen Maienfeld 2‘700 Personen (letzte Erhebung im September 2010). In den 1880 Jahren, den Jahren, in welchen Johanna Spyri die Heidi-Geschichte schreib, waren es 1201 Personen.

Den Namen Heidi tragen heute (Mai 2013) 11 Personen, welche ihren ständigen Wohnsitz in Maienfeld haben – auf den Namen Peter hören heute 28 Personen.

Die Heidi-Geschichte (Zusammenfassung)

Nach dem Tod ihrer Eltern wird das kleine Mädchen Heidi durch die Schwester ihrer Mutter, Tante Dete, aufgezogen. Nach vier Jahren, als Heidi 5 Jahre alt ist, bekommt Dete ein verlockendes Arbeitsangebot der vornehmen Familie Sesemann aus Frankfurt. Da sie Heidi dorthin nicht mitnehmen kann, bringt Dete Heidi zum Grossvater auf die Alp.

Auf der Alp beim Grossvater ist Heidi zum ersten Mal in ihrem Leben richtig glücklich: Sie verbringt jeden Tag mit dem Geissenpeter und den geliebten Ziegen auf den Weiden und hat die Möglichkeit, über die Vielfalt der Blumen und die Schönheit der Natur zu staunen. Jeweils im Winter ziehen der Alpöhi und Heidi hinunter zur Geissenpeterhütte, oberhalb des Dorfes Maienfeld. Während der Grossvater alles flickt, was über den Sommer in die Brüche gegangen ist, bringt Heidi mit ihrer lebhaften Erzählweise Freude ins Leben der alten und blinden Grossmutter von Peter.

So vergehen zwei überaus glückliche Jahre. Als Heidi eingeschult werden sollte, erscheint der Pfarrer auf der Alp. Der Alpöhi jedoch meint, Heidi würde im Dorf nur verdorben und weigert sich, Heidi in die Schule zu schicken. Noch am gleichen Tag erscheint auch Tante Dete, um Heidi mit nach Frankfurt zu nehmen. Dort soll sie der gehbehinderten Tochter des Hauses – Klara – Gesellschaft leisten. Heidi geht jedoch nur deshalb mit ihrer Tante mit, weil ihr diese verspricht, sie dürfe sofort wieder auf die Alp, wenn es ihr in Frankfurt nicht gefalle.

In Frankfurt erwartet Heidi eine völlig neue und unbekannte Welt: Statt auf rauschende Tannen, Berge und Wiesen trifft Heidi nun inmitten der Grossstadt auf breite Strassen, viele Menschen und hohe Häuser. Klara und Heidi werden bald beste Freundinnen, welche der bösen und tyrannischen Gouvernante – Fräulein Rottenmeier – zahlreiche Streiche spielen. Diese erfreuen nicht nur die beiden jungen Mädchen, sondern auch den Diener Sebastian, der sich rasch als heimlicher Helfer der Mädchen erweist. Klaras Grossmutter hat das kleine Bergmädchen schnell in ihr Herz geschlossen und lehrt sie zu lesen und zu beten, während der Hausherr rasch bemerkt, dass Heidi seiner Tochter guttut.

Trotz der tiefen Freundschaft mit Klara leidet Heidi ständig unter Heimweh, welches ihr den Schlaf raubt. Als der Herr Doktor sie dann auch noch beim Schlafwandeln ertappt, ordnet dieser kurzerhand ihre Heimreise an. Nach zwei kurzweiligen und amüsanten Jahren ist der Abschied vor allem für Klara sehr schwer. Heidi hingegen geniesst es, wieder auf der Alp beim Alpöhi, bei Peter und ihren Ziegen zu sein und nun dank den Lesekursen in Frankfurt der blinden Grossmutter von Peter sogar aus dem Gesangsbuch vorlesen zu können.

Noch vor dem nächsten Wintereinbruch zieht der Alpöhi mit Heidi und den Geissen hinunter ins Dorf, damit Heidi die Schule besuchen kann. In der Folge bringt Heidi Peter das Lesen bei, der nun seinerseits auch zur Schule geht. Nach der Schneeschmelze im Frühling ziehen jedoch alle wieder hinauf auf die Alp. In einem Brief von Klara schreibt diese, dass ihr der Arzt für den Sommer eine Kur in Bad Ragaz verschrieben habe, so dass sie Heidi jeden Tag auf der Alp besuchen könne.

Der Sommer vergeht jedoch, ohne dass Klara auf der Alp auftaucht. Im Spätherbst erscheint dann nur der Herr Doktor alleine. Seit ihm vor wenigen Monaten die einzige Tochter verstorben ist, ist seine Lebensfreude verschwunden. Heidi gelingt es jedoch, den Doktor, dem sie ja ihre Heimreise verdankte, wieder aufzurichten und ihm die Freude am Leben wieder zurückzubringen. Daraufhin verlässt der Doktor gestärkt und getröstet die Schweiz und er erzählt Klara immer und immer wieder wie schön es bei Heidi auf der Alp sei.

Im nächsten Sommer ist es dann soweit. Klara und ihre Grossmutter kommen auf Besuch! Wenig Freude über den Besuch aus Deutschland hat jedoch der eifersüchtige Peter, der Angst hat, dass Heidi nun für ihn keine Zeit mehr hat. Aus Wut stösst er daraufhin Klaras Rollstuhl den Berg hinunter, wo dieser zerschellt. Dank der Pflege durch den Grossvater, der frischen Bergluft und der Geissenmilch wird Klara immer kräftiger und lernt schlussendlich zu gehen. Als ihr Vater ebenfalls zu Besuch auf die Alp kommt und ihm Klara ganz alleine entgegenläuft, traut er seinen eigenen Augen nicht und ist überglücklich.

Als Herr Sesemann den Grossvater und Heidi fragt, wie er sich für die Pflege und die Genesung seiner Tochter erkenntlich zeigen könne, meint der Grossvater bloss, dass er nur den Wusch habe, dass Heidi nie im Leben bei fremden Leuten ihr Brot verdienen müsse. Heidis einziger Wunsch war, dass der alten und blinden Grossmutter von Peter das grosse Bett aus Frankfurt mit Decke und Kissen gebracht werde, damit diese nie mehr frieren müsse. Herr Sesemann verspricht Heidis Wunsch zu erfüllen und versichert dem Grossvater, dass er sich bezüglich der Zukunft seines Grosskindes keine Sorgen machen müsse.

Weitere Info unter Heidiland Tourismus AG, Valenserstrasse 6, 7310 Bad Ragaz, Telefon +41 (0)81 720 08 20, Fax +41 (0)81 720 08 28, Email info@heidiland.com, www.heidiland.com

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