Speedtreibhaus: Oldtimermuseum mit Catering und Café

Renault, Peugeot, Simca, Abarth oder Stanguellini – das Oldtimermuseum in Eschenbach bietet Klassikern eine effektvolle Bühne. Europäische Fahrzeuge für Designliebhaber und Nostalgiker reihen sich hier auf 800 Quadratmetern aneinander und können in Ruhe bewundert werden.

Die Privatsammlung umfasst 50 Sport-, Touren-, Rallye- und Formelrennwagen, einige von ihnen wurden aufwendig restauriert und umgebaut. Im Café verweilt man noch ein bisschen bei Kaffee und Kuchen. Es finden zudem in regelmäßigen Abständen Veranstaltungen wie Public Viewing großer Rennsportevents statt. Außerdem können die Räumlichkeiten angemietet werden.

Vor allem für Gruppen können auch Speisen über ein Cateringunternehmen geliefert werden. Das Oldtimermuseum Speedtreibhaus ist freitags, samstags und feiertags von 14 Uhr bis 19 Uhr, sonntags von 11 Uhr bis 19 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet für Erwachsene 5 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre 3 Euro, Führungen für bis zu zwölf Personen können gebucht werden zum Preis von 120 Euro.

Infomationen: Heinrich-Hertz-Platz 5, 92275 Eschenfelden, Tel. 09665 9140890, info@speedtreibhaus.de, http://www.speedtreibhaus.de

Weitere Museen für Oldtimer-Liebhaber

August Horch Museum in Zwickau

Im Zwickauer August Horch Museum, eines der jüngsten Einrichtungen unter den rund 200 deutschen Fahrzeugmuseen, wird auf 3.000 qm Fläche in gekonntem Spagat die Vor- und Nachkriegsentwicklung sächsischer Automobilindustrie präsentiert. Eine Besonderheit sind Standort und Gebäude: Dort, wo einst August Horch seine luxeriösen Automobile konstruierte und baute, findet heute die museale Inszenierung automobiler Geschichte in all ihren Facetten statt. In der Ausstellung können sich Besucher nun sowohl an Horch- als auch an Audi-Automobilen aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts delektieren. Das älteste Fahrzeug der Ausstellung ist ein grüner Horch 12/28 PS Phaeton aus dem Jahr 1911.

Beispiele der detailverliebten Inszenierungen: eine Tankstelle, an der eine Horch-375-Pullman-Limousine und ein Audi Typ SS „Zwickau“ halten, die Nachbildung eines Auto Union-Standes auf der Automobilausstellung der IAA 1936 oder eine Geschäftsstraße mit am Rand geparkten DKW-Automobilen sowohl der Vor- als auch der Nachkriegszeit, in dem an der Straße gelegenen Tante Emma Laden verführerischer Schoko- und Kaffeeduft in der Luft liegt..

In allen, teils überraschenden Szenarien fühlt man sich in die Zeit zurückversetzt und gewinnt ein Gefühl dafür, welch imposanten Eindruck beispielsweise das Horch Sportcabriolet 853, in unterschiedlichen Grüntönen, für den Metalleffekt mit Fischschuppen lackiert, auf den Messebesucher des Jahres 1936 gemacht haben muss.

Dass auch DKW- und Wanderer-Fahrzeuge Teil der Ausstellung sind, ist dadurch zu erklären, dass sich Audi, DKW, Horch und Wanderer, unter dem Druck wirtschaftlicher Schwierigkeiten, 1932 zur Auto Union zusammenschlossen.

Bis heute legendär sind die Motorsporterfolge bei den Grand Prix der Jahre 1934 bis 1939. Der für die dominierende Auto Union von Ferdinand Porsche konstruierte Auto Union Typ C ist dann auch, wenn auch als Nachbau, im Museum vertreten.

Nach dem zweiten Weltkrieg und der Demontagepolitik der Sowjetunion in der Ostzone überlebten beide Werke Horch und Audi als Reparaturbetriebe. Erstes neu produziertes Fahrzeug war der Lastwagen H3.

Später kam ein neuer motorisierter Begleiter: der Trabant. Hatte man früher Holzrahmen mit Blech beplankt, so wurde jetzt ein Blechrahmen mit Kunststoffteilen versehen. Es war der Beginn des Duroplast-Zeitalters in der DDR, das ebenfalls im Zwickauer Museum nostalgisch präsentiert wird.

Über 80 x Chrom, Lack und Leder, über 500 PS [Auto Union Rennwagen], über 100 Jahre Automobilbaugeschichte, über 10 Gefühlswelten, das sind die Superlative, mit denen das Zwickauer August Horch Museum punktet.

Viele Ideen, die hier ihren Anfang nahmen, prägten den gesamten Automobilbau Deutschlands. Pioniergeist und Erfindungsreichtum der über 100-jährigen Automobilbautradition kann man sehen, fühlen, hören und sogar riechen.

Optische Höhepunkte sind immer wieder herrliche detailgetreue Szenarien, die für ein verblüffendes Zeitkolorit sorgen. Selbstverständlich kann auch das originale Arbeitszimmer von Dr. August Horch sowie die Fabrikanten-Villa, die er in den 1920er Jahren bewohnte, betreten werden. Oder man nutzt die vielen interaktiven Möglichkeiten im Rundkino, im Pavillon, an den Bildschirmen.. Sogar Platz nehmen ist erlaubt: im Audi 225.

August Horch Museum Zwickau gGmbH, Audistraße 7, 08058 Zwickau, Telefon +49(0)0375 – 27173812, www.horch-museum.de

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Technik Museen Sinsheim und Speyer

Die Technik Museen Sinsheim und Speyer sind anders als die meisten Museen, denn hier ist Kinderlachen erwünscht. Das Auto & Technik Museum Sinsheim grüßt schon von weitem mit den beiden voll begehbaren Überschall-Jets Concorde und Tu-144, die auf riesigen Stahlstützen in Startposition auf dem Museumsdach aufgestellt sind.

 In den Museumshallen gibt es für jeden etwas zu entdecken: Oldtimer und Motorräder aller Epochen, riesige Dampfloks, Formel-1-Legenden, rassige Sportwagen, Motoren, Landmaschinen, Musikautomaten und vieles mehr.Ein Erlebnis ist ein Besuch im 2012 komplett neu gestalteten IMAX 3D Filmtheater. Dies beginnt mit der gigantischen Leinwand, die so hoch ist wie ein fünfstöckiges Haus, und endet bei der einzigartigen dreidimensionalen Projektortechnik, die mit den Händen greifbare „Filme zum Anfassen“ in den Kinosaal zaubert. Zum Saisonstart zeigt das IMAX 3D neben vielen anderen spannenden und unterhaltsamen Filmen für die ganze Familie die Warner-Brothers-Produktion „Zurück in die Wildnis 3D, “eine faszinierende und unterhaltsame Reise zu zwei Aufzuchtstationen, in denen elternlose Orang-Utans und Elefanten auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet werden.

Im von Sinsheim nur 35 km entfernten Technik Museum Speyer können die Besucher ebenfalls einen tollen Tag erleben. Auf dem Freigelände kann man in einem originalen Jumbo Jet herum klettern, den Laderaum eines riesigen Transportflugzeugs besichtigen und sogar die Innenleben eines U-Boots und eines Seenotkreuzers inspizieren. In den Hallen erwarten die Besucher die größte Raumfahrtausstellung Europas mit einem russischen Space Shuttle, Lokomotiven, Oldtimer, Feuerwehrfahrzeuge, Motorräder und vieles mehr. Und dann gibt es auch noch das „Museum Wilhelmsbau“ mit automatischen Musikinstrumenten, historischen Moden und dem „Lindenstraße Zimmer“ mit Ausstellungsstücken rund um die beliebte Fernsehserie.

Im IMAX DOME Filmtheater im Museum Speyer wird der Film nicht auf eine flache Leinwand, sondern auf eine gigantische Kuppel projiziert, die größer ist als ein Bauplatz. Neu im Programm ist ab Ende April der Streifen „RESCUE – Katstrophenretter im Einsatz“, ein Film über Menschen, deren Aufgabe es ist, Leben zu retten.

Italienisches Flair und Vorfreude auf den nächsten Wochenendausflug zum Baggersee verbreitet die Sonderausstellung „66 Jahre Vespa – Der Kultroller“ im Auto & Technik Museum in Sinsheim. Über 40 Motorroller aus der langen Geschichte der italienischen Kultmarke gibt es hier zu bewundern.

Ebenfalls sehenswert ist die Sonderausstellung „Wilhelm Herz – Der Weltrekordmann“ in der Raumfahrthalle des Technik Museum Speyer, die an den deutschen Renn- und Rekordfahrer Wilhelm Herz erinnert. Im Verlauf seines einzigartigen Rennfahrerlebens hat Wilhelm Herz 90 Weltrekorde auf zwei und vier Rädern aufgestellt und weitgehend unverletzt überlebt.

Beide Museen sind mit dem PKW oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln leicht zu erreichen. Besonders günstig wird der Museumsbesuch durch die Platinkarte, mit der man beide Museen inklusive der beiden IMAX-Filmtheater besuchen kann. Die Platinkarte sowie zahlreiche weitere Pauschalangebote für Einzelreisende und Gruppen, auch mit Übernachtung direkt bei den Museen, gibt es im Online-Shop http://www.technik-museum.de/shop

Die Museen in Sinsheim und Speyer sind 365 Tage im Jahr von 9 bis 18 Uhr geöffnet (an Samstagen, Sonntagen und gesetzlichen Feiertagen von 9 bis 19 Uhr, am 24. und 31. Dezember jeweils verkürzte Öffnungszeiten).

Infos: www.technik-museum.de

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