Showcar „Spiaggina“ auf Basis des Fiat 500 Cabrio

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Der Fiat 500 Jolly, ikonisches Symbol des Dolce Vita, erlebte vor 60 Jahren die Weltpremiere. Den Geburtstag des einzigartigen „Beach Cars“ feiert Fiat mit dem Showcar „Spiaggina bei Garage Italia“ auf Basis des Cabriolets Fiat 500C, ein Gemeinschafts­werk der Kreativen von Garage Italia und der Designschmiede Pininfarina.

Die Stu­die lässt mit einzigartigen Details die unvergesslichen Jahre des Dolce Vita neu aufleben. Dazu Lapo Elkann, Chairman und Creative Director von Garage Italia: „Der Fiat 500 war für mich Liebe auf den ersten Blick. Eine Liebe, die Herz und Seele erfasste. Ich habe mich in dieses Automobil verliebt, als ich ein kleiner Junge war. Als ich erwachsen wurde, habe ich mir geschworen, dem Fiat 500 zu einem Comeback zu verhelfen. Dass dies tatsächlich Wahrheit geworden ist, macht mich glücklich.

Ich hoffe, der Fiat 500 vermittelt die Träume der Nachkriegszeit, der magischen Jahre des Wirt­schaftswunders und der italienischen Art das Leben zu genießen. Ich bin sicher, dieses Auto wird die Menschen dazu bringen, sich die italienische Art das Leben zu genießen vorzustellen, davon zu träumen und sie zu deuten, die schon für so viele Generationen prägend war.“

Nur ein Jahr nach der Weltpremiere am 4. Juli 1957 brachte schon das erste Sonder­modell den Fiat 500 auf die Spur zum Kultautomobil. Die Carrozzeria Ghia präsentierte den Fiat 500 Jolly. Die Karosserie ohne festes Dach – stattdessen war lediglich ein an Windschutzscheibenrahmen und zwei hinteren Trägern befestigtes Stoffdach als Sonnenschutz vorgesehen – und die Sitze aus Sisal­geflecht brachten ihm schnell den Spitznamen „Spiaggina“ ein, zu Deutsch Liegestuhl.

Konstruiert war der Fiat 500 Jolly einzig für den Kurzstreckenverkehr in den noblen Urlaubsorten der Welt, entweder für die Fahrt zum Strand oder den Transfer vom Liegeplatz im Hafen ins Nachtleben. Gefertigt von 1958 bis 1965, wurde das italienische „Beach Car“ in Europa, den USA und sogar in Südafrika verkauft – zum doppelten Preis des Serienmodells.

Kein Wunder, dass vor allem die High Society der Ära von der „Spiaggina“ begeistert war. Unter anderem Reeder Aristoteles Onassis und Schauspieler Yul Brynner nutzten den Fiat 500 Jolly als landgestütztes Beiboot zur Yacht oder als Transporter auf dem Golfplatz. In der persönlichen Sammlung des ehemaligen US-Präsidenten Lyndon B. Johnson steht ebenfalls ein Exemplar.

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Das auffälligste Merkmal des Fiat 500 Jolly war das Fehlen der Türen. Erst 1965 wurden dünne Ketten als eine Art Ersatz eingeführt. Chromstangen verlaufen wie eine Reling über die Fahrzeugfront und die Flan­ken, daran sind auch die hinteren Stützen des Sonnendachs befestigt. Unter der Heckhaube verrichtete der legendäre luftgekühlte Zweizylinder-Benziner seinen Dienst. Hier in einer Version mit 16 kW (22 PS), die immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von 105 km/h ermöglichten.

Spaß und Sorgenfreiheit sind dem Showcar „Spiaggina by Garage Italia“ auf den ersten Blick anzusehen. Charakteristisch sind die sommerlichen Farben Blau und Perlweiß für die Karos­serie, Akzente im typischen Blau der Garage Italia und die dazu passende Innenausstattung runden die Optik ab. Die Windschutzscheibe ist gekürzt wie bei einem Boot, das Dach entfällt zum größten Teil.

Die Rücksitzbank wurde durch ein Gepäckabteil ersetzt, in dem beispielsweise Strandutensilien verstaut werden können. Diese tiefgreifende Transformation wird ermöglicht durch die Expertise der Techniker von Pininfarina, die in den Designentwurf von Garage Italia die erforderliche strukturelle Stabilität und Verwindungssteifheit hinein konstruierten. Äußeres Anzeichen ist beispielsweise der Überrollbügel.

Die Sitze von Fahrer und Beifahrer sind Einzelanfertigungen im Design der 1960er Jahre, verkleidet mit blauweißem, wasserfestem Leder von Foglizzo. Die Abdeckung des Gepäckabteils ist mit Kork verklei­det, dessen Aussehen an das Teakholz erinnert, mit dem das Oberdeck von Luxusyachten belegt ist. Und schließlich setzen die verchromten Türgriffe, die verchromten Abdeckkappen und die vom Fiat 500 Vintage 1957 stammenden Leichtmetallräder glänzende Akzente.

Vom „Spiaggina by Garage Italia“ ist eine Kleinserie geplant, die weitgehend dem spektakulären Show­car entspricht. Garage Italia plant, die dort gezeigten Ausstattungsdetails als einzelne Komponenten anzubieten, darunter auch die verkürzte Windschutzscheibe. Vorgesehen ist außerdem, sämtliche Motoren der Bau­reihe Fiat 500 ins Programm aufzunehmen.

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