Aston Martin elektrifiziert sein Erbe

ampnet_photo_20181214_159326Für Puristen und Fans dürfte es ein Sakrileg sein, technikaffine Zeitgenossen könnten es spannend finden, ausreichend liquide Liebhaber von umweltschonender Technologie und stylischen Oldtimern möglicherweise einen Kauf erwägen. Aston Martin, der traditionsreiche britische Sportwagenhersteller, setzt auf die Elektrifizierung seiner älteren Modelle und rüstet auf Wunsch jetzt Oldtimer der Marke mit einem Elektromotor aus.

In 2019 will die nicht zuletzt auch durch die James-Bond-Filme zu Ruhm gekommene Marke im walisischen St. Athan den Rapide E als ersten vollelektrischen Aston Martin bauen. Das Werk wurde zum „Home of Electrification“ erklärt, bis 2025 will der Nobelhersteller sein komplettes Modellangebot elektrifizieren. Aber noch früher soll es bei Aston Martin Works mit der Elektrifizierung der Klassiker losgehen.

Ein erstes Modell, ein 1970 gebauter DB6 Mk II Volante, wurde bereits im Werk Newport Pagnell , wo auch die Oldtimer-Abteilung von Aston Martin beheimatet ist, umgerüstet. Möglich macht dies das aus dem Know-how und der Technik des Rapide-E-Programms entwickelte elektrische Antriebssystem „Cassette“, das auf die originalen Motor- und Getriebehalterungen passen soll.

Somit kann das Fahrzeug auch wieder in den serienmäßigen Urzustand zurückversetzt werden. Bestandteile der „Casette“ sind der E-Motor, der Akku, elektrische Steuergeräte und die notwendigen stromleitenden Kabel. Ein diskret im Fahrzeug montierter Bildschirm steuert das Power-Management.

Durch die Ausstattung von Heritage-Modellen mit dem rückrüstbaren E-Antrieb will Aston Martin befürchteten Fahrverboten bei Klassikern zuvorkommen. Firmenchef Andy Palme meint dazu: „Wir sind uns der ökologischen und sozialen Belastungen bewusst, welche die Nutzung von Oldtimern in den kommenden Jahren zu begrenzen drohen. Unser Second Century Plan umfasst nicht nur unsere neuen und zukünftigen Modelle, sondern schützt auch unser wertvolles Erbe.“

Zu Preisen und Leistungsdaten macht Aston Martin, zumindest bisher, allerdings noch keine Angaben. (ampnet/gp)

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