
Louis Vuitton lies eine Legende wiederaufleben. Vom 1. bis 4. September 2026 veranstaltete das französische Traditionshaus mit dem Louis Vuitton Dolomites Classic Run eine Oldtimerveranstaltung in anspruchsvoller Form. Das Event führte eine erlesene Auswahl historischer Automobile auf eine rund 600 Kilometer lange Traumreise durch die Dolomiten
Impressionen

Die Wurzeln dieses prestigeträchtigen Runs reichen bis ins Jahr 1993 zurück. Nach Stationen in Malaysia, Böhmen und der Toskana schloss sich der Kreis im Jahr 2012 in Venedig. Genau hier an der malerischen Riviera del Brenta knüpfte die Ausgabe 2026 an. Über vier Tage hinweg fuhren 25 Klassiker internationaler Sammlungen durch die majestätischen Dolomiten (UNESCO-Welterbe).
Die Oldtimer (Auswahl)
Bentley 8 Litre Vanden Plas Two-Seater Drophead (1931): Dieses originale, als Einzelstück gefertigte Vanden Plas zweisitzige Cabriolet (Drophead) war eine der markantesten Interpretationen des 8-Liter-Modells von W.O. Bentley. Seine verloren gegangene Karosserie wurde aufwendig anhand der wenigen überlebenden zeitgenössischen Fotografien rekonstruiert, wodurch dieses bemerkenswerte Stück Bentley-Geschichte wieder zum Leben erweckt wurde.
ALFA ROMEO 6C 1750 GS SPYDER ZAGATO-APRILE (1931) : Ursprünglich als Sportwagen mit Kompressor und Zagato-Karosserie gebaut, blickte dieser Alfa Romeo auf eine aktive frühe Rennsportkarriere zurück, bevor er 1938 vom Karosseriebauer Giuseppe Aprile neu gestaltet wurde und ist .ein echtes Unikat.
MERCEDES-BENZ 380 SPEZIAL-ROADSTER ERDMANN & ROSSI (1933) : Dieses Modell wurde von Prinz Max zu Schaumburg-Lippe in Auftrag gegeben und auf einem Mercedes-Benz 380 Fahrgestell aufgebaut. Es besticht durch eine leichte Aluminiumkarosserie aus der Manufaktur Erdmann & Rossi. Im Jahr 1934 fuhr Prinz Max den Wagen zu einem Klassensieg bei der 2.000 km langen Deutschlandfahrt. Das Fahrzeug wurde später unter Verwendung von Originalmaterialien restauriert, um zahlreiche authentische Details wiederherzustellen, was es zu einem der bedeutendsten Vorkriegs-Sportroadster von Mercedes-Benz macht.
FERRARI 500 TR SPYDER SCAGLIETTI (1956): Das allererste Auto, das den Namen „Testa Rossa“ (Roter Kopf) trug – eine Anspielung auf die roten Nockenwellenabdeckungen des Motors. Der für den Sportwagenrennsport entwickelte 500 TR kombinierte den Vierzylindermotor von Aurelio Lampredi mit einer leichten Scaglietti-Karosserie. Während Ferraris V12-Motoren gerade legendär wurden, bewies der 500 TR, dass auch ein kleinerer Vierzylindermotor außergewöhnliche Erfolge auf der Rennstrecke erzielen konnte.
LANCIA AURELIA B24 S CONVERTIBLE (1958) : Unsterblich geworden durch Dino Risis Film Il Sorpasso (Überholen auf Italienisch), verkörperte die Lancia Aurelia B24 den Optimismus, den Stil und die Freiheit eines Landes, das sich selbst neu entdeckte. Mit einer eleganten Pinin Farina-Karosserie und dem weltweit ersten serienmäßigen V6-Motor wurde die Aurelia zu einem Symbol des goldenen Zeitalters Italiens und bleibt einer der stimmungsvollsten Sportwagen, die je gebaut wurden.
FERRARI 250 GT LWB SPYDER CALIFORNIA (1958): Nur wenige Ferraris haben den Glamour der französischen Riviera so perfekt eingefangen wie der California. Dieses Exemplar, eines von nur fünfzig gebauten California-Modellen mit langem Radstand (LWB), war während der goldenen Ära der Riviera ein vertrauter Anblick an der Côte d’Azur.
FERRARI 250 GT SWB SPYDER CALIFORNIA SCAGLIETTI (1961); Das Fahrgestell mit der Nummer 2175GT ist eines der erlesensten Exemplare von Ferraris legendärem 250 GT SWB California. Der im Januar 1961 fertiggestellte Wagen wurde mit abgedeckten Scheinwerfern, offenen Ansaugtrichtern (Velocity Stacks) und einer Scaglietti-Karosserie spezifiziert, was ihn zu einem der begehrtesten Modelle dieser Reihe macht.
Die Strecke
Am 1. Tag begann die Reise in der Villa Pisani, die weltweit als „Königin der venezianischen Villen“ bekannt ist, in Stra entlang der Riviera del Brenta. Sie führte über 600 Kilometer in zwei Reisetagen durch dramatische Bergpässen, kurvenreiche Straßen und kinoreife Landschaften.Ein packender Tag auf der Straße führt die Tallye nach Monza, eine der ältesten Formel-1-Rennstrecken der Welt, wo die Autos das Ziel erreichen werden.
Am 4. September paradierten die Fahrzeuge auf dem Autodromo Nazionale di Monza inklusive einer öffentlichen Ausstellung in der Villa Reale di Monza. Der Louis Vuitton Dolomites Classic Run 2026 endete schließlich im Mailänder Castello Sforzesco, wo im Rahmen der Siegerehrung die Trophäen an die Gewinner überreicht wurden.
Die Verbundenheit von Louis Vuitton zur Automobilwelt begann bereits mit Georges Vuittons erstem Automobilkoffer. Der Autokoffer wurde 1897 von dem Sohn von Louis Vuittons entworfen. Er ersetzte die damals sperrigen Koffer durch ein Design mit flacher Oberseite und begründete damit ein neues Konzept des Reisens. Ganz im Sinne des Credos Victory Travels in Louis Vuitton wurde die Siegertrophäe in einem maßgefertigten Trophy Trunk präsentiert.
